Paul Horn: Hier wird investiert

Lothar Horn, Geschäftsführer der Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn in TübingenFoto: PR

Solche Sätze sagt Lothar Horn gerne: „Kein Auto fährt, kein Flugzeug fliegt und kein künstliches Gelenk kann eingebaut werden, ohne dass Präzisionswerkzeuge im Einsatz waren“.

Er ist Geschäftsführer der 1963 von seinem Vater gegründeten Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH in Tübingen. Mehr als 50 Prozent des Umsatzes macht das Unternehmen mit Kunden aus der Autoindustrie oder deren Zulieferer, aber auch in der Luft- und Raumfahrt, dem Maschinenbau oder der Medizintechnik sind seine Präzisionswerkzeuge gefragt. Umgesetzt wurden im vergangenen Jahr 275 Millionen Euro, davon 30 Prozent jenseits der deutschen Grenzen.

Gestiegene Anforderungen an die Beschäftigten

Die steigende Nachfrage nach Präzisionswerkzeugen ließ auch die Investitionen in die Höhe schnellen: Allein in den beiden vergangenen Jahren wurden 71 Millionen Euro in einen Neubau, die Renovierung bestehender Gebäude und neue Maschinen gesteckt – auf dem Firmenareal von Horn steht inzwischen nach eigenen Angaben der größte gewerbliche Bau in der Universitätsstadt.

55 zusätzliche Maschinen bestellt

In den Hallen laufen 400 Maschinen, 55 Schleifmaschinen sind in Erwartung weiterer Aufträge bereits zusätzlich bestellt worden. Klar, dass angesichts solcher Perspektiven auch die Zahl der Mitarbeiter zunehmen soll, 1.000 sollen es bis in zwei Jahren sein. Gerade wegen der hohen Automatisierung sind die Anforderungen an die Beschäftigten deutlich gestiegen – ein Trend, der sich noch weiter fortsetzen dürfte: „Unsere Mitarbeiter haben eine hohe Qualifikation“, sagt Pressesprecher Christian Thiele. „Es sind Meister, Techniker und Ingenieure.“ Eines nämlich steht für Lothar Horn fest: „Der Mensch ist trotz der Digitalisierung immer noch wichtiger als die Maschine“.