Avat Automation: Energiewende und saubere Schiffe

Frank Ganssloser, geschäftsführender Gesellschafter von Avat Automation in TübingenFoto: PR

Vom Studium zum eigenen Unternehmen – immer wieder wird beklagt, zu wenige Abgänger von Universitäten oder Hochschulen gründeten eigene Unternehmen, die meisten suchten lieber eine Stelle als Angestellte in bereits existierenden Firmen. Nicht so Frank Ganssloser: Nach dem 1988 abgeschlossenen Studium startete er zunächst mit einem Ingenieurbüro. Doch dabei sollte es nicht bleiben: 1993 gründete er sein eigenes Unternehmen, die Avat Automation in Tübingen.

„Wir wollen Ökonomie und Ökologie zusammenbringen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter. Kerngeschäft des Unternehmens sind Steuerungen für große Motoren, wie sie zum Beispiel in Blockheizkraftwerken eingesetzt werden – für Motoren, die Gase aller Art verbrennen. Zu den Kunden der Firma gehören etwa große Energieversorger. Etwa zehn Prozent der 80 Mitarbeiter sind in der Produktion tätig und bauen beispielsweise die Steuerungen zusammen. Der überwiegende Anteil von 90 Prozent aber entwickelt Software oder ist in der Entwicklung tätig.

Start-up-Feeling

Entwickelt werden auch kombinierte Kraftwerke, in denen etwa Photovoltaik-Module mit Blockheizwerken verbunden werden, so dass auch Energie erzeugt werden kann, wenn die Sonne nicht scheint. Zur Zeit habe sein Unternehmen 15 offene Stellen, berichtet Frank Ganssloser. Zwar sei es nicht einfach, „richtig gute Leute zu finden“, meint er, „aber wir sind dabei ganz erfolgreich“. Wichtig in seinem Unternehmen sei ihm ein gewisses „Start-up-Feeling“. Damit könnten zudem Mitarbeiter angelockt werden.

Ideen für eine saubere Seefahrt

Neue Ideen gibt es auch, etwa für die Steuerung von Motoren in der Seefahrt. Diese sollen dabei helfen, dass Kreuzfahrtschiffe künftig auch auf hoher See Erdgas statt Schweröl verbrennen können – damit die schönen weißen Schiffe eines Tages keine hässlichen schwarzen Rauchwolken mehr hinter sich herziehen.