Die Region im Profil

Foto: Beatrix Andriof

Mit den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb gehört die Region Neckar-Alb zu den wirtschaftsstärksten Gebieten Europas. In 66 Städten und Gemeinden leben etwa 690.000 Menschen. Rund 43.000 Unternehmen und Handwerksbetriebe haben hier ihren Sitz. 

Wirtschaft

In der Vielfalt liegt die Stärke. Vom jungen aufstrebenden Unternehmen bis hin zum Weltmarktführer ist die Region Neckar-Alb ist von einer breiten Unternehmerlandschaft geprägt, die in verschiedensten Branchen tätig ist. Traditionell stark in den Sektoren Textil und Maschinenbau, hat sich die Region zu einer der ersten Adressen für moderne Technologien entwickelt: Biotechnologie und Informations- und Kommunikationstechnologie. Weitere Wachstumsstarke Cluster befinden sich in den Bereichen Holz und regenerative Energien sowie Medizintechnik. Mit der einmaligen Nähe zum Herz der europäischen Automobilindustrie hat zudem die Sparte Automotive großes Potenzial.

Wissenschaft

Denker und Tüftler – die Region Neckar-Alb ist für seine schlauen Köpfe bekannt. Eine Universität, drei Hochschulen und viele weitere Forschungs-, Transfer- und Bildungseinrichtungen machen diese Breiten zu einem Standort mit wissenschaftlichem Schwerpunkt. Im Jahr 2012 als Exzellenz-Universität ausgezeichnet, beweist die Eberhard-Karls Universität Tübingen, dass sie auch über 500 Jahre nach der Gründung ein Zentrum für hervorragende Forschung und Lehre ist. Mit über 280 Studiengängen ist das Angebot einer der ältesten Universitäten Europas besonders breit und interdisziplinär aufgestellt.

Auch die Hochschulen in Reutlingen, Albstadt-Sigmaringen und Rottenburg tragen zum wissenschaftlichen Potenzial des Standorts bei und bilden die Spitzenkräfte  von morgen aus. Der modernen Bildungseinrichtung in Reutlingen werden seit Jahren in Rankings die Spitzenplätze in betriebswirtschaftlichen Disziplinen bescheinigt. Forschung und Praxis gehen hier Hand in Hand. Die Hochschulen in Rottenburg und Albstadt-Sigmaringen setzen auf zukunftsträchtige Studienangebote. Forstwirtschaft, Energie und Ressourcenmanagement in Rottenburg, Textilien und IT auf der Alb. Studierende profitieren von modernen Laboren, kleinen Gruppen und direktem Kontakt zu den Professoren, umliegende Unternehmen von praxisnah ausgebildeten Fachkräften und wirtschaftsnaher Forschung.

Jenseits der Hochschulen hat die Region weitere zahlreiche Aushängeschilder für Forschung und Entwicklung vorzuweisen. International anerkannte Institute und Einrichtungen wie das Friedrich-Miescher-Laboratorium, die Max-Planck-Institute für Biologie, für biologische Kybernetik sowie für Entwicklungsbiologie, das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, das Naturwissenschaftlich-Medizinischen Institut  sowie die Steinbeis-Transferzentren betreiben unabhängige wie auftragsbezogene Wissenschaft. Zudem ist in hervorragend ausgestatteten Technologieparks eine Gründerszene entstanden, die das Profil des Standorts in den nächsten Jahren prägen wird. Gründer und Unternehmen finden durch die Nachbarschaft zahlreicher innovativer Firmen ein dynamisches Umfeld, das ihnen die Umsetzung von Ideen und den Weg neuer Produkte in den Markt erleichtert.

Landschaft und Leben

Die hohe Lebensqualität verdankt die Region Neckar Alb auch der einzigartigen Landschaft. Gegensätze machen den Reiz aus: Sanfte Täler und schroffe Felsen, blühende Streuobstwiesen und karge Wachholderheiden wechseln sich ab in einem stimmigen Bild und faszinieren den Einheimischen wie die Besucher. Unterirdisch warten geheimnisvolle Tropfsteinhöhlen wie die Bären- oder Nebelhöhle auf Erkundung, ebenso wie Deutschlands einzige mit Kahn befahrbare Wasserhöhle in Wimsen. Im Herzen dieser Landschaft liegt das „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“, seit 2009 von der UNESCO als solches anerkannt. Nordwestlich der Region ziehen die vielfältigen Erholungsmöglichkeiten und die einmalige Tier- und Pflanzenwelt des Naturparks Schönbuch Besucher aus Nah und Fern an. 

So ist es kein Wunder, dass Natursportler auf ihre Kosten kommen: Wanderer und Radfahrer schätzen das gute Wegenetz durch Täler und Höhen, Kletterer hängen an den Kalkfelsen des Albtraufs, Mountainbiker suchen sich ihre Wege über Stock und Stein, Wasserratten nehmen mit dem Kajak die kleinen Stromschnellen der Lauter, Golfer loben die anspruchsvollen Plätze eingebettet in den Charakter der Landschaft. Im Winter nutzen Langläufer das dichte Loipennetz der verschneiten Albhochfläche, Skiläufer und Rodler reihen sich ein an den zahlreichen Skiliften. Nach so viel Aktivität kann in den überregional bekannten Thermen und Heilbädern bestens entspannt werden oder man genießt landestypische Spezialitäten in der hiesigen Gastronomie. 

Kulturell bleiben keine Wünsche offen: die Kunsthallen in Balingen und Tübingen haben einen renommierten Ruf über die Landesgrenzen hinaus, die Spielpläne der Theater in Tübingen, Reutlingen und Melchingen unterhalten mit Drama und Komödie und die Museumslandschaft begeistert mit facettenreichen Ausstellungen. Historisch Interessierte können die vielfältigen Sehenswürdigkeiten erkunden: Verwunschene Schlösser, ehrwürdige Burgen und traditionsreiche Klöster. Zudem ist die Region ein Eldorado für Cineasten, Klassik-Liebhaber oder Rockfans: Zahlreiche Film- und Musikfestivals lassen sommers wie winters garantiert keine Langeweile aufkommen.