Aktuelle Meldung

06.03.2019

DIHK-Umfrage zum Brexit

Unternehmen vor dem Rückzug

Die Brexit-Sorgen nehmen in der Wirtschaft weiter zu. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 1.500 deutschen Unternehmen mit Geschäftsverbindungen zu Großbritannien.

Bild: AlexLMX / iStockphoto.com

Laut Umfrage bewertet nur noch jedes fünfte Unternehmen seine Geschäfte im Vereinigten Königreich als gut. 70 Prozent der Betriebe erwarten für 2019 eine Verschlechterung. Einige Unternehmen ziehen bereits Konsequenzen. Der DIHK-Untersuchung zufolge plant jeder achte Betrieb mit UK-Geschäft aktuell, seine Investitionen auf andere Märkte zu verlagern – größtenteils nach Deutschland und in andere EU-Länder. Zum Vergleich: Anfang 2018 hatte nur jeder zwölfte Betrieb von entsprechenden Vorhaben berichtet.

Der DIHK hat berechnet, dass bei einem ungeordneten Austritt bis zu zehn Millionen neue Zollanmeldungen notwendig werden könnten. Hinzu kämen Zölle in Milliardenhöhe, da der Handel auf den Regeln der Welthandelsorganisation WTO basieren würde. Nicht eingerechnet sind in diesem Szenario die innerbetrieblichen Aufwendungen für die Erstellung von Zolldokumenten.

Rund die Hälfte der befragten Betriebe bereiten sich derzeit mit Zollschulungen auf den Brexit vor. Allerdings halten sich die meisten Unternehmen mit kostenintensiven Investitionen in Personal und IT noch zurück und fokussieren sich auf Gespräche mit Lieferanten und Kunden.

Nächstes Brexit-Seminar der IHK: Fit für den Brexit am 1. April. 

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale Tübingen
IHK Reutlingen Bereich: International
Position: Bereichsleiter International
Schwerpunkte: Grundsatzfragen, Außenwirtschaftspolitik, Beratungen
Telefon: 07121 201-186
Fax: 07121 201-4186
E-Mail schreiben
vCard herunterladen