Pressemitteilung

07.11.2018

IHK für „Weltraumgipfel Baden-Württemberg“

Spitzenstellung verteidigen

Die IHK Reutlingen ruft zu einem „Weltraumgipfel Baden-Württemberg" auf, um das Potenzial der Forschung und der Unternehmen im Land sichtbarer zu machen.

Foto: ESA

Die Luft- und Raumfahrt gehört zu den wichtigsten Zukunftsbranchen in Baden-Württemberg. Zahlreiche Firmen sowie die Universität Stuttgart als größte Kaderschmiede für die Luft- und Raumfahrt in Europa sorgen für eine internationale Spitzenstellung. Diese könnte allerdings gefährdet sein, befürchtet die IHK: „Bayern will in den kommenden Jahren massiv investieren und 700 Millionen Euro in den Bereich stecken. Wir müssen aufpassen, dass wir hier nicht überholt werden“, sagt der Reutlinger IHK-Präsident Christian O. Erbe. Dessen IHK organisiert seit 2007 den Beitrag des Landes für die „European Satellite Navigation Competition“, dem größten Zukunftswettbewerb für Ideen rund um die Satellitennavigation. Zudem wurde Anfang des Jahres in Reutlingen ein „Business Incubation Centre“ der Europäischen Weltraumagentur ESA (ESA-BIC) eröffnet. Die IHK hat beim ESA-BIC Management-Aufgaben übernommen.

In Schreiben an Landeswirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer weisen Erbe und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp auf das enorme Potenzial der Weltraumtechnologie hin. Absehbar werden weltweit Umsätze von über 400 Milliarden Euro pro Jahr erwartet. „Bei diesem Tempo müssen wir in Baden-Württemberg Schritt halten und uns noch besser aufstellen“, sagt Wolfgang Epp. Der Weltraumgipfel Baden-Württemberg soll aus Sicht der IHK dazu dienen, die vorhandenen Firmen und wissenschaftlichen Einrichtungen stärker zu vernetzen und in der Breite bekannter zu machen. „Die Bedeutung des Marktes, unser Know-how und die Vision des Landes für die Branche müssen deutlicher werden“, so Epp.

Hintergrund
Im „Business Incubation Centre“ der Europäischen Weltraumagentur ESA (ESA-BIC) können Start-ups jeweils ein bis zwei Jahre ihre Geschäftsideen auf- und ausbauen und in dieser Zeit Marktreife erlangen. Als Anschubförderung erhalten die Gründungen 50.000 Euro sowie umfassende Service-Angebote durch Firmenbetreuer vor Ort und das Partner-Netzwerk. Neben dem im April 2018 gegründeten Standort Reutlingen gibt auch ein ESA BIC Friedrichshafen/Immenstaad. Gemeinsam mit dem ESA-BIC in Darmstadt bildet man das „ESA-BIC Hessen & Baden-Württemberg“.

Der Wettbewerb „European Satellite Navigation Competition“ (ESNC) zeichnet jedes Jahr die besten Ideen für neue Anwendungen der Satellitennavigation aus. Seit 2007 organisiert die IHK Reutlingen in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg die Beteiligung des Landes am ESNC. Die Teilnehmer können sich sowohl auf Landesebene als auch international bewerben.

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