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09.04.2019

Anruf-Abzocke

Rückruf kann teuer werden

Die Bundesnetzagentur will Verbraucher besser vor sogenannten Ping-Anrufen schützen: Mobilfunkanbieter müssen künftig für 56 internationale Vorwahlen eine kostenlose Preisansage schalten, um vor teuren Rückrufen zu warnen.

Foto:jiaking1 - stock.adobe.com

Die Bundesnetzagentur hat im Mobilfunk unter anderem für Länder aus Afrika, Osteuropa und dem pazifischen Raum eine klare Preisansage vorgeschrieben. Die Preisansage muss für den Anrufer kostenlos sein. Sie soll den Anrufer darüber aufklären, dass er gerade eine ausländische Rufnummer anruft und der Anruf für ihn ab dem Signalton mit hohen Kosten verbunden sein kann.

Koblenz oder Madagaskar?

Die Masche bei Ping-Anrufen funktioniert so: Das Handy klingelt nur kurz, danach legt der Anrufer auf. Im Display erscheint eine Nummer, die man auf den ersten Blick mit einer lokalen deutschen Vorwahl verwechseln kann. So lässt sich beispielweise die Vorwahl von Koblenz (0261) leicht mit der Vorwahl von Madagaskar (00261) verwechseln. Das Gleiche gilt auch für die  Ländervorwahlen von Serbien (00381) und Liberia (00231), die an die Vorwahlen von Rostock (0381) und Dortmund (0231) erinnern. Ziel der Täter ist es, durch das kurze „Anklingeln“ einen Rückruf zu provozieren und den Mobilfunkkunden dann möglichst lange in der Leitung zu halten. Sie profitieren von den generierten Verbindungsentgelten.

Nummern sperren

Smartphone-Nutzer, die bereits Ping-Anrufe erhalten haben, können weiteren Anrufen dieser Art vorbeugen, indem sie die entsprechenden Nummern für den Anrufer sperren (siehe Kasten auf der linken Seite). Die Bundesnetzagentur rät Verbrauchern generell davon ab, Rufnummern zurückzurufen, wenn kein Anruf aus den entsprechenden Ländern erwartet wird.

Smartphone-Nutzerinnen und -nutzer können den Ping-Anrufen auch selbst vorbeugen, indem sie die Einstellungen ihrer Smartphones entsprechend einstellen.

  • Auf dem iPhone Anrufe sperren: "Einstellungen" -> "Telefon"-> "Gesperrt" ->Hier die Nummer eingeben, die gesperrt werden soll.
  • Auf einem Android-Gerät Anrufe sperren: Nummer als Kontakt speichern, die gesperrt werden soll. Nun die App „Kontakte“ aufrufen und den Kontakt so lange drücken, bis die Optionen sich öffnen. Nun zur „Sperrliste hinzufügen“.
  • Auf einem Smartphone mit Microsoftbetriebssystem Anrufe sperren: Auf dem Startbildschirm die Telefonapp auswählen. Zur Anruferliste wischen und den zu blockierenden Anruf auswählen. Feld gedrückt halten und das Feld gedrückt und "Nummer blockieren“ auswählen.

Hinweise der Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur rät Verbrauchern davon ab, Rufnummern zurückzurufen, wenn kein Anruf aus den entsprechenden Ländern erwartet wird.

Entsprechende Anrufe können der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de/PingAnruf gemeldet werden.

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