Pressemitteilung

28.11.2019

Chancen für Start-ups durch Weltraumtechnik

Rettung dank Sensor

Das Freiburger Start-up Tocsen GmbH ist Landessieger des Galileo Masters 2019. Der am Fahrradhelm angebrachte Sensor von Tocsen benachrichtigt im Falle eines Sturzes Eltern oder Sportskameraden – dank Navigationsunterstützung aus dem All. Mit dem Galileo Masters werden seit 2007 in Baden-Württemberg neue Ideen für Anwendungen der Satellitennavigation ausgezeichnet.

Eva Beckershoff (IHK Reutlingen), Luca Füllemann (Alb Radmanufaktur), Ulrich Wetzel (Alb Radmanufaktur), Dr. Carsten Günther (Jury-Vorsitzender Galileo Masters) (v.l.n.r.) Foto: Hölzer Viditek

Die Preise für Baden-Württemberg wurden in diesem Jahr im Stuttgarter Fernsehturm beim gemeinsamen Investorentreffen mit dem Business Incubation Centre der europäischen Weltraumagentur ESA (ESA-BIC) verliehen. Platz zwei geht an die Hochschule Karlsruhe, der geteilte dritte Platz an die Start-ups Swarm Logistics GmbH aus Stuttgart und Alb Radmanufaktur GmbH aus Grabenstetten.

Die Preisträger

Platz 1: Tocsen GmbH, Freiburg
Ein schwerer Mountainbike-Sturz ihres Kumpels Tom bewegte das Trio Alexander Schumacher, Andreas Botsch und Malte Buttjer zur Gründung der Tocsen GmbH. Nur durch einen Zufall konnte Tom geborgen werden. In dem von den drei Gründern aufgebauten System können Eltern, Rettungsdienste und Sportskameraden eingetragen werden, die im Falle eines vom Sensor erkannten Sturzes benachrichtigt werden. Auch die genaue Position wird übermittelt. Mit dem Helmsensor kann zwar kein Sturz verhindert, wohl aber dessen Folgen durch eine schnelle Rettung gelindert werden. Zumal durch den anhaltenden E-Bike- und Mountainbike-Boom die Zahl der Fahrradunfälle stetig steigt und das Gesamtkonzept des Unternehmens stimmt, lieferte Tocsen nach Ansicht der Jury die überzeugendste Einreichung beim Baden-Württemberg Challenge des internationalen Galileo Masters Wettbewerb in diesem Jahr.

Platz 2: Hochschule Karlsruhe
Für die Grobplanung von Bauvorhaben oder Aufbauten bei Konzerten reicht häufig eine Genauigkeit auf 10 Zentimeter. Um diese Vermessungen mit dem Smartphone vornehmen zu können, bedarf es den Zugriff auf viele der darin verbauten Sensoren. Die Hochschule Karlsruhe erreicht diese Präzision berührungslos. Smartphones mit Stereokameras oder die ersten Smartphones mit Lasermesser sind dafür notwendig. Ihr „GNSS/MEMS based Object Georeferencer“ macht dies möglich und erhielt dafür den zweiten Platz beim Galileo Masters 2019.

Platz 3: Swarm Logistics GmbH, Stuttgart und Alb Radmanufaktur GmbH aus Grabenstetten
Der geteilte dritte Platz ging nach Stuttgart und Grabenstetten. Die Swarm Logistics GmbH setzt auf Optimierung im Transportgewerbe. Ihre Algorithmen planen Routen und treffen Entscheidungen in Echtzeit, ob beispielsweise eine Strecke aufgeteilt wird und ein Umladen kosteneffizienter ist. Leer- und Halbvollfahrten können so vermieden werden.

Ebenfalls Platz drei belegt das Start-up Alb Radmanufaktur GmbH. Bereits in der Entwicklung befindet sich ein neuartiges E-Trike. Dieses wird ergänzt um Funktionalitäten rund um den GPS-Empfänger. Neben Wegfahrsperre und einer Rekuperation der Energie bei den Bergabfahrten gehört dazu eine Fitnessfunktionalität. So soll der Nutzer, unabhängig von der Länge der gefahrenen Strecke, den gewünschten mechanischen Energiebeitrag durch eigenes Treten bei Antritt der Fahrt selbst wählen können.

Wie geht es weiter? Internationale Preisverleihung!
Gute Chancen rechnen sich die Wettbewerbsteilnehmer des Landes beim internationalen Teil des Galileo Masters aus. Aus Baden-Württemberg kamen in diesem Jahr mit 18 Beiträgen die zweitmeisten Einreichungen – nach dem Vereinigten Königreich und vor Griechenland. Die internationale Preisverleihung findet am 4. Dezember 2019 in Helsinki in Finnland statt.

Mehr Informationen zum Wettbewerb Galileo Masters Baden-Württemberg
Mehr Informationen zum ESA BIC in Baden-Württemberg

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