Pressemitteilung

12.11.2014

IHK-Wirtschaftsgespräch mit Katrin Schütz

Mehr Wertschätzung für die Ausbildung

CDU-Generalsekretärin Katrin Schütz sieht die Gefahr, dass die heimische Wirtschaft dauerhaft nicht genügend junge Leute für die duale Ausbildung bekommt.

Katrin Schütz zu Gast beim IHK-Wirtschaftsgespräch – hier mit IHK-Präsident Christian O. Erbe, Bertold Bormann, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Einpersonen- und Kleinunternehmen, und Dr. Steffen Hüttner, Vorstand der HB Technologies AG aus Tübingen (von links).

Die Politikerin aus Karlsruhe sagte beim IHK-Wirtschaftsgespräch, dass nach ihrem Eindruck „ein zu starker Fokus auf die Akademisierung gelegt wird“. Die Landesregierung vermittle nicht, dass sie die betriebliche Ausbildung tatsächlich schätze. Für Schütz sei der Weg in die duale Ausbildung gleichwertig zum Weg ins Studium. „Unser Erfolg in Baden-Württemberg beruht auf qualifizierten Fachkräften und starken Unternehmen“, so Schütz. Kritik übte die Landtagsabgeordnete auch an der deutlich gestiegenen Sitzenbleiber-Quote. Sie sorge dafür, dass Jungen und Mädchen gerade in der fünften und sechsten Klasse frustriert werden. Schütz forderte eine intensive Begleitung und Beratung, ehe die Wahl der weiterführenden Schule getroffen wird.

Fünftes Rad am Wagen

IHK-Präsident Christian O. Erbe warb beim Gespräch im Kreis mit Unternehmern und IHK-Management dafür, die Position der Berufsschulen bei Lehrer- und Mittelzuweisungen zu stärken. „Für unsere weltweit anerkannte duale Ausbildung sind sie wichtiger und geschätzter Partner. Die Berufsschulen dürfen bildungspolitisch nicht das fünfte Rad am Wagen sein“, so Erbe. Er bekräftigte außerdem den Einsatz der IHK beim Ausbildungsmarketing. Gerade kleine und mittlere Firmen benötigen aus seiner Sicht Hilfestellungen bei der Gewinnung von Nachwuchskräften. „Wir müssen zeigen, dass Ausbildung nicht nur ein guter erster Karriereschritt ist, sondern eine echte Alternative darstellt“, so Erbe.

Mehr Unternehmer in die Politik

Die Generalsekretärin der Südwest-Union plädierte bei ihrem Besuch in Reutlingen außerdem dafür, dass sich noch mehr Unternehmerinnen und Unternehmer in der Politik engagieren. Schütz kommt selber aus einem mittelständischen Sporteinzelhandelsunternehmen und hatte selbst über 15 Jahre die Geschäftsführung inne. „Die Übernahme von Verantwortung in einem Unternehmen, speziell auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, prägt. Diese Erfahrung braucht es häufiger in der Politik.“

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