Pressemitteilung

02.09.2019

Start ins neue Ausbildungsjahr

Mehr Lehrstellen besetzt

2.409 junge Menschen beginnen heute in der Region ihre duale Ausbildung in Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe. Im Vorjahr waren es 2.372. Das entspricht einer Steigerung von 1,6 Prozent.

Foto: nd3000/shutterstock.com

Der regionale Ausbildungsmarkt verzeichnet ein Plus bei den neu begonnenen Ausbildungen. „Die Bedingungen für einen Berufseinstieg über eine Ausbildung sind weiterhin hervorragend“, sagt IHK-Präsident Christian O. Erbe. „Obwohl sich die Konjunktur eintrübt, bleiben sich die Unternehmen treu und bilden weiterhin die Fachkräfte selbst aus, die sie auf dem Arbeitsmarkt nicht finden. Dabei setzen sie auch auf Zielgruppen wie Studienabbrecher.“

Dennoch konnten nicht alle Unternehmen in der Region ihre Lehrstellen besetzen. In der IHK-Lehrstellenbörse sind für das aktuelle Ausbildungsjahr immer noch 45 freie Plätze zu haben. Für alle, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, ist das eine große Chance, denn der Einstieg ist auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich.

Blick in Landkreise und Branchen
Die Lage in den drei Landkreisen hat sich zum Stichtag 31. August unterschiedlich entwickelt: Das stärkste Plus verzeichnet der Landkreis Reutlingen – hier wurden mit 1.134 Ausbildungsverträgen 2,8 Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen als zum gleichen Zeitpunkt 2018. Der Zollernalbkreis verzeichnet mit 737 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Landkreis Tübingen liegt mit einem Minus von 2,2 Prozent und 538 neuen Ausbildungsverträgen unter dem Vorjahr.

Von den 2.409 neuen Ausbildungsverträgen sind 969 in technischen und 1.440 in kaufmännischen Berufen abgeschlossen worden. Zu den stärksten technischen Ausbildungsberufen zählen die Berufe der Metalltechnik, bei denen die IHK 518 neue Lehrverträge registrierte, sowie in der Elektrotechnik (240 Ausbildungsverträge). Bei den kaufmännischen Berufen liegen die Kaufleute im Handel (552 Ausbildungsverträge) und in der Industrie (205 Ausbildungsverträge) vorn. Die Ausbildung im Bankensektor verzeichnet ein Plus von 17,6 Prozent (120 Ausbildungsverträge), die Ausbildung in der Versicherungsbranche sogar ein Plus von 34,5 Prozent (39 Ausbildungsverträge). Die Berufe aus Hotel und Gastronomie haben hingegen um 12,5 Prozent verloren. Hier wurden 91 Ausbildungsverträge geschlossen.

Flüchtlinge in Ausbildung
Der Anteil der Ausbildungsverträge mit Staatsangehörigen aus den Fluchtländern Afghanistan, Irak, Syrien und Gambia ist mit 67 immer noch relativ gering. Die Bereitschaft der Wirtschaft, junge Flüchtlinge auszubilden, ist jedoch vorhanden. „Häufig hapert es an der Ausbildungsfähigkeit. Die Sprachkenntnisse reichen oft nicht aus, um den theoretischen Teil der Ausbildung zu bewältigen“, sagt Petra Brenner, Bereichsleiterin Ausbildung bei der IHK.

Die IHK wird sich mit ihrem Projekt „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Flüchtlinge“ weiter dafür einsetzen, Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive für eine duale Ausbildung zu gewinnen. Damit die Beratung fortgeführt werden kann, fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg für zwei weitere Jahre eine Personalstelle. Ab 2020 sollen dann auch Personen aus EU-Ländern und Drittstaaten in die Beratung miteinbezogen werden.

Nachvermittlung
Für junge Leute, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, findet am 13. September von 13.30 bis 16.30 Uhr eine Nachvermittlungsaktion statt. Bei der Arbeitsagentur in Balingen gibt es eine Telefonbörse, bei der Arbeitsagentur in Reutlingen eine Präsenzbörse. Die IHK Reutlingen beteiligt sich an den beiden Terminen.

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale Tübingen
IHK Reutlingen Bereich: Ausbildung
Position: Leiter Ausbildungsprüfungen
Schwerpunkte: Grundsatzfragen, Ausbildungsfragen
Telefon: 07121 201 - 143
Fax: 07121 201 - 4143
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