Pressemitteilung

14.04.2016

IHK: Integrationsberaterin vermittelt Chancen

Flüchtlinge in Ausbildung

Die IHK Reutlingen kümmert sich darum, Flüchtlinge in Ausbildung oder ein Praktikum zu vermitteln. Eine neue Integrationsberaterin hilft ihnen, sich beruflich zu orientieren, und baut Kontakte zu heimischen Firmen auf.

Es geht um Flüchtlinge, die in Deutschland bleiben dürfen, bereits die deutsche Sprache erlernt haben und jetzt auf der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz sind. „Integration wird uns nur gelingen, wenn Flüchtlinge absehbar in den Arbeitsmarkt einsteigen können – und das gelingt am besten über eine duale Ausbildung“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp das Engagement der heimischen Wirtschaft.

In den kommenden zwei Jahren sollen Flüchtlinge mit geringerem Förderbedarf und guter Bleibeperspektive in Ausbildung oder berufsvorbereitende Maßnahmen vermittelt werden. Die Aufgabe übernimmt Aleksandra Vohrer. Als Integrationsberaterin sucht sie Flüchtlinge, die den Schritt schaffen können. Dazu spricht Vohrer beispielsweise mit beruflichen Schulen, die Flüchtlingsklassen haben, Bildungsträgern, bei denen Integrationskurse stattfinden, sowie den Haupt- und Ehrenamtlichen, die etwa in den Asylkreisen mit Flüchtlingen zusammenarbeiten.

Kompetenzen und Interessen erfassen
Mit den Flüchtlingen führt Vohrer dann Einzelgespräche. „Ich versuche, sie kennen zu lernen und ihre Kompetenzen und Interessen zu erfassen“, schildert die 42-Jährige. Und sie hilft bei der beruflichen Orientierung. „Die duale Ausbildung und die unterschiedlichen Berufe, wie wir sie in Deutschland haben, sind kaum bekannt“, schildert Vohrer. Parallel zu den Einzelgesprächen baut Vohrer Kontakte zu Unternehmen auf, die noch freie Praktikums- beziehungsweise Ausbildungsplätze haben. Dabei ist es wichtig, die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Flüchtlings mit den Anforderungen des Lehrberufs, den Ansprüchen des Ausbildungsbetriebs und der Berufsschule abzugleichen.

Die ersten Erfahrungen sind aus ihrer Sicht durchaus ermutigend. „Die Flüchtlinge, die ich bisher getroffen habe, wollen den Sprung in den Beruf schaffen und wissen, dass das nur über Sprachkenntnisse funktionieren wird.“ Auf der anderen Seite trifft die Integrationsberaterin aufgeschlossene Betriebe. „Es gibt dort den Willen, es zu versuchen, und Chancen zu geben.“ Zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern werden Fördermaßnahmen und Unterstützungsmöglichkeiten überprüft. Dabei geht es übrigens immer um Hilfen, die nicht nur Flüchtlingen, sondern auch allen anderen Bewerbern und Auszubildenden zu Gute kommen können.

Ohne Deutschkenntnisse, aber hochmotiviert
Aleksandra Vohrer kennt sich mit dem Themenfeld Migration und Bildung übrigens bestens aus. In ihrer vorherigen Tätigkeit hat sie bereits Jugendliche mit Migrationshintergrund auf dem Weg in die duale Ausbildung begleitet. Sie selber kam 1992 als 19-Jährige aus Sarajevo nach Reutlingen – ohne Deutschkenntnisse, aber hochmotiviert. Ihre persönliche Vita hat die gelernte Buchbinderin und Fachwirtin für Sozial- und Gesundheitswesen auch zur ehrenamtlichen Arbeit ermuntert. Sie wirkt als ordentliches Mitglied im Integrationsrat der Stadt Reutlingen mit. Die Tätigkeit als Integrationsberaterin wird durch das Förderprogramm „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Flüchtlinge“ vom baden-württembergischen Ministerium für Finanzen und Wirtschaft unterstützt.

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale Tübingen
IHK Reutlingen Bereich: Ausbildung
Position: Bereichsleiterin Ausbildung
Schwerpunkte: Bildungspolitik, Lehrstelleninitiative Neckar-Alb, Arbeitskreis Europäischer Sozialfonds Neckar-Alb, IHK-Berufsbildungsausschuss
Telefon: 07121 201-262
Fax: 07121 201-4262
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Ihr Ansprechpartner

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IHK Reutlingen Bereich: Ausbildung
Position: Integrationsberaterin
Schwerpunkte: Projekt "Integration durch Ausbildung - Perspektiven für Flüchtlinge"
Telefon: 07121 201-264
Fax: 07121 201-4264
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