Pressemitteilung

03.12.2019

Kooperationsvertrag mit Äthiopien besiegelt

Den Wandel unterstützen

Jetzt ist es offiziell: Die IHK Reutlingen und die Amhara Region Chamber of Commerce and Sectoral Associations (ARCCSA) in Bahir Dar, Äthiopien, haben ihren Partnerschaftsvertrag unterzeichnet.

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde der Vertrag in Bahir Dar unterzeichnet. Die IHK Reutlingen wird den Aufbau der Kammer in Äthiopien mit personellem Know-how unterstützen. Erste Experten sollen bereits ab Ende Januar 2020 vor Ort sein. "Wir freuen uns über die Unterstützung durch eine deutsche IHK, die eine lange Tradition als Dienstleisterin und Interessenvertretung für ihre Unternehmen hat", sagte Melaku Ezezew, Präsident der ARCCSA und des äthiopischen Kammerdachverbandes. "Wir freuen uns, gemeinsam mit unseren deutschen Freunden den wirtschaftlichen Wandel in Äthiopien anzuschieben."

Hauptziel der Kooperation ist es, die Partnerorganisation institutionell zu stärken und die Firmenentwicklung mit zu gestalten. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen der Provinz sollen profitieren. "Die Partnerschaft mit der ARCCSA ermöglicht uns, die Chancen der regionalen Unternehmen beim Markteinstieg deutlich zu verbessern. Wir sind nun auf Landes- und Regionalebene in Äthiopien gut vernetzt", erklärt Martin Fahling, Bereichsleiter International bei der IHK. Neben der Textil- und Bekleidungsindustrie können auch weitere Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors von der Zusammenarbeit profitieren. Das Projekt in Äthiopien ist innerhalb der IHK im neuen "Institute for Emerging Marktes" angesiedelt. Mit dem Institute werden strategisch alle Kontakte und Zugänge für regionale Firmen in aufstrebenden Ländern gebündelt.

Zahlen zu Äthiopien
Äthiopien zählt mit rund 110 Millionen Einwohnern zu den attraktivsten Investitionsstandorten in Afrika. Das Land gilt vielen Experten als "ökonomisches Powerhouse Ostafrikas". Seit über zehn Jahren weist Äthiopien überdurchschnittliche Wachstumsraten auf und hat seitdem einen rasanten Wandel vollzogen.

Äthiopien belegte 2018 mit rund 20 Millionen Euro Rang 104 bei den baden-württembergischen Exporten. Wichtigste Exportgüter waren Maschinen und chemische Erzeugnisse (jeweils rund 26 Prozent), Kraftwagen und Kraftwagenteile (rund 15 Prozent), gefolgt von Datenverarbeitungsgeräten und elektronischen und optischen Erzeugnissen (rund elf Prozent). Bei den Einfuhren liegt Äthiopien mit importierten Gütern im Wert von 2,1 Millionen Euro weltweit auf Platz 119 für Baden-Württemberg. Aus der Region Neckar-Alb handeln rund 20 Unternehmen mit Äthiopien, sechs sind durch Vertreter oder Niederlassungen vor Ort aktiv.

Hintergrund
Die Kooperation zwischen der Amhara Region und Reutlingen wird im Rahmen des Kammer- und Verbandspartnerschaftsprogramms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Eng eingebunden sind zudem die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Sequa, die weltweit tätige Entwicklungsorganisation der deutschen Wirtschaft. Das Projekt hat ein Volumen von knapp 900.000 Euro.

IHK-Service
Ein Foto in Druckauflösung gibt es auf www.ihkrt.de/pressebilder.

 

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