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29.08.2019

Studie zum MICE-Tourismus

Neckar-Alb schneidet gut ab

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) hat erstmals eine Studie zum MICE-Tourismus in Auftrag gegeben. Erfreuliches Ergebnis: Die Region Neckar-Alb ist besonders für sogenannte hybride Veranstaltungen eine beliebte Location.

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Das Kernergebnis der BWIHK-Studie: Die Bedeutung des MICE-Tourismus für die gesamte Tourismusbranche in Baden-Württemberg nimmt zu. Unter den MICE-Tourismus fallen Meetings, Incentives, Kongresse und Ausstellungen. Bei den für die Studie befragten Veranstaltungslocations in Baden-Württemberg ( Stadthallen, Kongresszentren, Tagungshotels und sonstige Eventlocations) fanden im Jahr 2018 rund 180.000 Veranstaltungen dieser Art mit insgesamt 26,3 Millionen Teilnehmern statt. Die durchschnittliche Teilnehmerzahl lag bei 146 Teilnehmern. Die Zahl der Belegtage übertraf in Baden-Württemberg den Deutschland-Wert um durchschnittlich rund 12 Tage.

Hybride Veranstaltungen: Region Neckar-Alb auf Platz 2
Ein spezieller, immer bedeutsam werdender Teil des MICE-Tourismus sind sogenannte hybride Veranstaltungen. Hierbei wird eine klassische Veranstalltung durch virtuelle Elemente ergänzt. Dies führt zu einer Verlängerung der Dauer (vor und nach der Veranstaltung wird etwa über Chatgroups diskutiert) und einer Vergrößerung der Reichweite (etwa durch Livestreaming während der Veranstaltung). Während der Anteil entsprechender Meetings und Kongresse laut BWIHK-Studie deutschlandweit auf 10,4 Prozent geschätzt wird, erreichen sie in Baden-Württemberg einen geschätzten Anteil von 14,5 Prozent. Besonders erfreulich: In der Region Neckar-Alb liegt der geschätzte Anteil der hybriden Veranstaltungen bei 14,4 Prozent - und damit ebenfalls deutlich über dem Bundesschnitt. Im Bereich der hybriden Veranstaltungen ist in Baden-Württemberg damit nur noch die Region Stuttgart mit einem geschätzten Anteil von 21,9 Prozent eine beliebtere Location.

Zur Studie
Die MICE-Studie wurde vom BWIHK und der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) in Auftrag gegeben. Sie basiert auf dem "Meeting- & Eventbarometer", das seit 2006 jährlich den Veranstaltungsmarkt in Deutschland untersucht. Dabei werden sowohl der Kongress- als auch der Eventbereich betrachtet. Auftraggeber sind der Europäische Verband der Veranstaltungscentren e.V. (EVVC), das GCB German Convention Bureau e.V. und die Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. (DZT). Erstellt wird die Studie vom Europäischen Institut für Tagungswirtschaft (EITW). Es besteht aus einer Anbieterbefragung, bei der alle Veranstaltungsstätten in Deutschland mit mehr als 100 Sitzplätzen im größten Saal bei Reihenbestuhlung einbezogen werden. In Baden-Württemberg wurden über 500 Veranstaltungshäuser, Eventlocations und Hotels im Frühjahr 2019 erstmalig befragt. So sind zum ersten Mal Vergleiche zwischen dem Land Baden-Württemberg und Gesamtdeutschland möglich. Die wissenschaftliche Begleitung der Studie liegt bei Professor Dr. Michael-Thaddäus Schreiber, dem Leiter des EITW sowie Professor Stefan Luppold, Studiengangsleiter BWL - Messe-, Kongress- und Eventmanagement an der DHBW (Duale Hochschule Baden-Württemberg) Ravensburg und Leiter des gleichnamigen Instituts (IMKEM).

Zur BWIHK-Studie "MICE-Tourismus in Baden-Württemberg":

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