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08.01.2020

Bonpflicht

Belege ausgeben

Unternehmen, die eine elektronische Registrierkasse beziehungsweise ein Kassensystem nutzen, haben ab 2020 erneut verschärfte Anforderungen zu beachten. Dies gilt nicht für Unternehmen, die eine offene Ladenkasse verwenden.

Foto: M. Schuppich - adobe.stock.com

Was ändert sich?
Neben der Ausstattung der Kasse mit einer zertifizierten elektronischen Sicherheitseinrichtung – mehr dazu hier– besteht seit dem 1. Januar 2020 eine Belegausgabepflicht.

Was bedeutet dies konkret?
Unternehmen müssen einen Beleg erstellen und dem Kunden zur Verfügung zu stellen. Der Beleg kann gedruckt werden oder dem Kunden – im Falle seiner Zustimmung – elektronisch zugesendet werden. Der Kunde ist jedoch nicht verpflichtet, den Beleg in Papierform mitzunehmen. Unternehmen müssen nicht mitgenommene Belege selbst entsorgen. Belege auf Thermopapier gehören nicht ins Altpapier.

Welche Inhalte muss der Beleg haben?
Der Beleg muss folgende Angaben erhalten:

  • Name und Anschrift des Unternehmers
  • Belegdatum
  • Vorgangsbeginn und -beendigung (sogenannter Transaktionszeitraum)
  • Anzahl und Art der gelieferten Waren beziehungsweise Dienstleistungen
  • Transaktionssnummer
  • Bruttoentgelt
  • Umsatzsteuersatz
  • Seriennummer des Kassensystems oder der zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung

Gibt es Ausnahmen von der Belegausgabepflicht?
Nach den gesetzlichen Grundlagen können die Finanzbehörden auf Antrag des Betroffenen für einzelne Fälle oder für bestimmte Gruppen von Fällen Erleichterungen bewilligen. Sofern es sich um den Verkauf von Waren an eine Vielzahl von nicht bekannten Personen handelt, kann aus Gründen der Zumutbarkeit und Praktikabilität eine Befreiung von der Belegausgabepflicht erfolgen.

Gibt es Handlungsbedarf?
Die IHK Reutlingen empfiehlt den Unternehmen, sich mit allen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Kassenführung auseinanderzusetzen. Zudem sollte geprüft werden, ob die eingesetzte Kasse beziehungsweise das eingesetzte Kassensystem sowie die Organisation hierzu den gesetzlichen Anforderungen genügt. Bei konkreten Fragestellungen oder Problemen sollte der Kassenhersteller oder -händler angesprochen werden, die gezielt unterstützen können. Gleiches gilt im Falle der Anschaffung einer neuen Kasse beziehungsweise eines neuen Kassensystems.

Quelle: IHK Aachen

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Schwerpunkte: Handel, Initiative Einpersonen- und Kleinunternehmen
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