"Ja, aber" zur Regionalstadtbahn

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Die Wirtschaft der Region sagt "Ja, aber" zum Projekt Regionalstadtbahn. Aus Sicht der IHK muss eine Mobilitätsstrategie für den Öffentlichen Personennahverkehr Bus- wie Bahnverbindungen gleichermaßen berücksichtigen. Zudem muss aus Sicht der IHK die Elektrifizierung bestehender Bahnstrecken Vorrang haben. So hat es die IHK-Vollversammlung bereits im Jahr 2010 beschlossen.

Gute Lösungen für den Öffentlichen Personennahverkehr müssen für die IHK-Vollversamm­lung zeitnah umsetz- und bezahlbar sein. Gerade in innerstädtischen Bereichen sind exklusive Fahrspuren für Busse oftmals schneller und günstiger umzusetzen als eine Schienenlösung. Solche so genannten "Bus Rapid Transit"-Systeme, sie geben dem Bus Vorfahrt auf baulich getrennten Spuren und funktionieren so ähnlich wie eine Stadtbahn, könnten etwa auf der Achse Reutlingen/Pfullingen oder in Tübingen zwischen Hauptbahnhof und Waldhäuser Ost eine schnell zu realisierende und städtebaulich verträgliche Lösung darstellen.

Verkehre nicht brechen

Insgesamt ist für den ÖPNV wichtig, Verkehre nicht unnötig "zu brechen", wie es die Fachleute nennen, also die Nutzer zum Umsteigen zu zwingen. Denn genau das wollen die Fahrgäste nicht. Sie wollen nach Möglichkeit in einem Rutsch ans Ziel kommen. Die Wahl müssen daher auf das Verkehrsmittel fallen, das unter ökonomischen wie ökologischen Aspekten die beste durchgehende Anbindung bietet.

Elektrifizierung vorrangig

Mit Blick auf den Bau einer Regionalstadtbahn sollte aus Sicht der IHK die Elektrifizierung des bestehenden Netzes, etwa der Zollernbahn, der Ammertalbahn und der Neckartalbahn, Vorrang vor einem Streckenneubau haben. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass dieselbetriebene Züge künftig den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof nicht mehr anfahren können.

Einen ausführlichen Sachstandsbericht zur Regionalstadt erschien in WNA Februar 2015. Die Langversion des Beitrags finden Sie hier. Eine Meldung zur Fortgang der Finanzierung finden Sie hier.

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