Weichenstellungen für den Zollernalbkreis

Weichenstellungen gefordert. Im IHK-Gremium Zollernalbkreis bilden Reinhold W. Schlegel, Dr. Steffen Ammann und Dr. Thomas Lindner die Spitze. Matthias Miklautz betreut das Gremium von Seiten der IHK.

Die Wirtschaft im Zollernalbkreis braucht dringend Weichenstellungen für die weitere Entwicklung des Kreises. Ihre Anliegen haben die Mitglieder IHK-Gremiums Zollernalbkreis in einem Forderungspapier an die Landesregierung niedergelegt.

In ihrem Papier haben die Mitglieder des IHK-Gremiums die wichtigsten fünf Handlungsfelder aus Sicht der Wirtschaft und die Erwartungen der Unternehmen im Kreis an die neue Landesregierung zusammengetragen. Herausgekommen ist ein Maßnahmenpaket, das an den Rahmenbedingungen für die Betriebe ansetzt.

Verkehr: Schnellere Planungen
Konkret fordert das Gremium mehr Kapazitäten für die Verkehrsplanung beim Regierungspräsidium Tübingen. Die beiden noch fehlenden Abschnitte der B 27, also Ortsumfahrung Tübingen und Ausbau zwischen Bodelshausen und Nehren, sind zwar im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans vorgesehen. Es fehlt allerdings die Planfeststellung. Zudem fordert das Gremium die Landesregierung auf, sich beim Bund für die zeitnahe Finanzierung aller vordringlichen Maßnahmen aus dem Bundesverkehrswegeplan einzusetzen, also etwa für die Ortsumfahrungen Lautlingen oder Schömberg.

Breitband: Mehr Geschwindigkeit
Dringenden Handlungsbedarf sehen die Unternehmen im Zollernalbkreis auch beim Breitbandausbau. Von einer flächendeckenden Versorgung mit schnellem Internet und Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Mbit/s ist der Kreis derzeit noch weit entfernt. Gerade in Gewerbegebieten gibt es noch Lücken. Das IHK-Gremium fordert, dass die bisherigen Förderprogramme des Landes aufgestockt werden und mehr Transparenz über die für den Breitbandausbau zur Verfügung stehenden EU-Fördermittel hergestellt wird.

Ausbildung: Klassen erhalten
Mit Blick auf die Bildungsinfrastruktur im Kreis spricht sich das Gremium Zollernalbkreis dafür aus, Klassen an den heimischen Berufsschulen zu erhalten. Bei der regionalen Schulentwicklung dürfen rückläufige Schülerzahlen künftig nicht automatisch zur Schließung von Ausbildungsklassen führen. Bei der Entscheidung sollte immer auch die Bedeutung des Ausbildungsberufes für den Wirtschaftsraum berücksichtigt werden.

Hochschule: Dezentral besser
Das Gremium begrüßt, dass die neue Landesregierung insbesondere die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften fördern will. Dazu gehört auch die Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Die Landesregierung sollte allerdings ein noch stärkeres Augenmerk auf die Wirtschaftsnähe der Studienangebote legen und bei der Finanzierung den Standort der Einrichtung berücksichtigen.

Innovationen: Förderung ausbauen
Als wichtig erachtet das IHK-Gremium, mehr in Innovationen zu investieren. Die entsprechenden Förderprogramme des Landes sollten dabei technologieoffenen ausgestaltet sein und sich an den Bedürfnissen der Firmen orientieren. Laut IHK-Untersuchungen ist die Innovationskraft der heimischen Wirtschaft in Summe eher rückläufig.

Die vollständigen Forderungen als Download

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