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12.09.2017

Kontaktdaten und Adressen prüfen

Polizei warnt vor falschen Kunden

Das Landeskriminalamt warnt vor dem sogenannten "Fake Customer Trick": Als seriöse Unternehmen getarnt, bestellen Betrüger per E-Mail hochwertige Waren an eigens eingerichtete Adressen in Großbritannien. Unternehmen in Baden-Württemberg entstanden dadurch bereits Schäden im Millionenbereich. Die Betrugsversuche nehmen zu.

"Fake-Customer" bestellen als Großkunden Foto: sveta - Fotolia.com

Die Betrüger geben sich als Großkunden mittelständischer Unternehmen der Metall-, Automobil- und Lebensmittelindustrie aus. Die Anbahnung des Geschäfts erfolgt per E-Mail, wobei die Absenderadressen den Anschein erwecken, von Mitarbeitern tatsächlich bestehender Firmen zu stammen. Im Text verfestigen Fachbegriffe und branchenübliche Formulierungen den Eindruck seriöser Geschäftspartner mit ernsthaftem Kaufinteresse. Die Täter signalisieren bei den Warenbestellungen sofortige Zahlungsbereitschaft und weisen auch mit gefälschten Bilanzen ihre vermeintliche Bonität nach. Für den Versand an ihre eigenen Adressen beauftragen die vorgeblichen Kunden über das Internet internationale Speditionen. Bezahlt wird die Ware nie.

Nach Erkenntnissen des Landeskriminalamts wurden so bereits einzelne Lieferungen im Warenwert von über 100.000 Euro ergaunert. Der Polizei ist die Betrugsmasche seit Juni 2016 bekannt. Seitdem kamen in Baden-Württemberg neun Fälle zur Anzeige. Der Gesamtschaden liegt bei rund einer Million Euro.

Das Landeskriminalamt empfiehlt bei Bestellungen per E-Mail aus dem Ausland, zumindest die Kontaktdaten mit der Internet-Seite des betreffenden Geschäftskunden abzugleichen. Für die Überprüfung und Rücksprachen sind die Angaben oder der Antwort-Button in der E-Mail nicht geeignet. Zudem sollten die Beschäftigten im Betrieb über die Betrugsmasche Bescheid wissen und entsprechend vorsichtig sein. Darüber hinaus bittet die Polizei die Unternehmen darum, Betrugsversuche zu melden.
Zu den Ansprechpartnern beim Landeskriminalamt:

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