Aktuelle Meldung

08.05.2019

Auszubildende

Last-Minute-Absagen vermeiden

Nicht jeder Azubi, der einen Ausbildungsvertrag unterschreibt, tritt seinen Ausbildungsplatz auch an. Was tun bei kurzfristigen Absagen?

Foto: peshkova - Fotolia.com

Im Betrieb ist alles vorbereitet für den neuen Azubi, doch kurz vor Ausbildungsbeginn kommt doch die Absage? Bewerber, die erst zusagen, dann canceln, sind leider keine Seltenheit. Liegt zwischen der Vertragsunterschrift und dem tatsächlichen Ausbildungsbeginn ein längerer Zeitraum, ist Vorsicht geboten. Denn häufig kommt es zu Umorientierungen und der ersehnte Studienplatz oder die Weltreise wird doch noch zur attraktiven Alternative. Manche Bewerber verfolgen auch eine gezielte Strategie und unterschreiben gleich mehrere Verträge, nach dem Motto „Absagen kann ich ja immer noch.“

Kontakt zu künftigen Azubis halten
Für den Betrieb sind kurzfristige Absagen potenzieller Azubis in der Regel ärgerlich. In vielen Fällen können die Ausbildungsplätze auf die Schnelle nicht nachbesetzt werden. Wirksames Gegenmittel: Unbedingt mit dem künftigen Azubi in Kontakt bleiben, auch nach der Vertragsunterschrift. „Regelmäßige Einladungen, beispielsweise zum Azubi-Ausflug, zum Tag der offenen Tür oder einfach zur betrieblichen Weihnachtsfeier, bauen eine erste Bindung auf“, sagt Ida Willumeit, Leiterin Ausbildungsmarketing bei der IHK. „Auch Patenmodelle zwischen Azubis und künftigen Azubis helfen dabei, den künftigen Azubi frühzeitig  in das Unternehmen zu integrieren.“ Schließlich legen laut einer Studie des Sinus-Institutes über 50 Prozent der befragten Jugendlichen besonderen Wert auf Harmonie am Arbeitsplatz und guter Stimmung unter den Kollegen.

Studienaussteiger berücksichtigen

Kommt es dann doch zur Absage, helfen Last-minute-Börsen oder Nachvermittlungsaktionen, um den passenden Kandidaten zur Nachbesetzung zu finden. „Dabei lohnt sich ein Blick auf die Zielgruppe Studienaussteiger. Denn viele Studierende erfahren erst kurz nach Ende der Sommerpause von der nicht bestandenen Prüfung und suchen nach einem Ausbildungsplatz“, so Willumeit. Das Programm „Neustart für Studis“ der IHK Reutlingen vermittelt Kontakte zwischen Ausbildungsbetrieben und Studienaussteigern.

Newsletter informiert kostenlos über neue Bewerber
Der IHK-Newsletter „Neustart für Studis“ gibt regionalen Ausbildungsbetrieben die Gelegenheit, Studienabbrecher kennenzulernen, die einen Ausbildungsplatz in der Region Neckar-Alb suchen. Der monatliche Newsletter informiert die Abonnenten, wenn neue Bewerber für einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stehen. In Form von kurzen Steckbriefen werden die potenziellen Bewerber vorgestellt, bei Interesse vermittelt die IHK den Kontakt. Kostenfreie Anmeldung unter www.ihkrt.de/neustart-newsletter.

 

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale Tübingen
IHK Reutlingen Bereich: Ausbildung
Position: Leiterin Ausbildungsmarketing
Schwerpunkte: Federführung Weiterbildung der BWIHKs, Kooperationen Schulen/Wirtschaft, IHK-Kampagne "Wirtschaft macht Schule", Neustart für Studis
Telefon: 07121 201-123
Fax: 07121 201-4123
E-Mail schreiben
vCard herunterladen