Gründung aus der Arbeitslosigkeit

Gründerinnen und Gründer, die sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen wollen, können eine Gründungsförderung bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter beantragen.

Gründungszuschuss

Der Gründungszuschuss für Empfänger von Arbeitslosengeld-I ist eine Ermessensleistung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Beantragen kann ihn, wer:

  • sich hauptberuflich selbstständig machen will
  • einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I hat
  • 150 Tage Restanspruch auf Arbeitslosengeld I hat
  • einen Businessplan für die Geschäftsidee erarbeitet hat
  • fachlich in der Lage ist, die Selbstständigkeit auszuüben
  • das kaufmännische Wissen hat, ein eigenes Unternehmen zu führen
  • die positive Stellungnahme einer fachkundigen Stelle vorlegen kann

Einstiegsgeld

Das Einstiegsgeld für Empfänger von Arbeitslosengeld-II ist ebenfalls eine Ermessensleistung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Beantragen kann es, wer: 

  • sich hauptberuflich selbstständig machen will
  • einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II hat
  • einen Businessplan für die Geschäftsidee erarbeitet hat
  • fachlich in der Lage ist, die Selbstständigkeit auszuüben
  • das kaufmännische Wissen hat, ein eigenes Unternehmen zu führen
  • die positive Stellungnahme einer fachkundigen Stelle vorlegen kann

Die IHK Reutlingen erstellt fachkundige Stellungnahmen für gründungsinteressierte Empfänger von Arbeitslosengeld I oder II, die ihr Unternehmen in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen oder Zollernalb gründen wollen.

Für eine fachkundige Stellungnahme berechnet die IHK Reutlingen 95 Euro.

Sie können den Betrag nach Rechnungstellung überweisen oder bar bei der IHK Reutlingen einzahlen. Nach Einzahlung und Zugang aller erforderlichen Unterlagen prüft die IHK den Businessplan und erstellt die fachkundige Stellungnahme.

Für die Prüfung der Tragfähigkeit benötigt die IHK folgende Informationen:

A) Formular "Stellungnahme der fachkundigen Stelle" von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter

B) Lebenslauf mit Zeugnissen und Qualifikationsnachweise

Beschreibung des Geschäftsvorhabens / Erläuterung der Geschäftsidee Lebenslauf (einschließlich Zeugnisse bzw. Befähigungsnachweis) Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan Umsatz- und Rentabilitätsvorschau ggfs. Begründung der letzten Geschäftsaufgabe

C) Businessplan mit aussagekräftiger und ausführlicher Beschreibung von

  • 1. Geschäftsidee       
    • 1.1 Produkte und Dienstleistungen
    • 1.2 Kunden
    • 1.3 Wettbewerb
    • 1.4 Standort
    • 1.5 Preisgestaltung
    • 1.6 Marketing und Vertrieb
  • 2. Unternehmen
    • 2.1 Gründer und Führung
    • 2.2 Rechtliche Grundlagen
    • 2.3 Betriebsorganisation
  • 3. Finanzen
    • 3.1 Gewinnermittlung / Rentabilitätsrechnung
    • 3.2 Kapitalbedarf
    • 3.3 Finanzierung

D) Gegebenenfalls Begründung der letzten Geschäftsaufgabe

 Bei der Tragfähigkeitsprüfung achtet die IHK insbesondere auf:

  • Verkaufschancen der Produkte und Leistungen im Markt
  • Abgrenzung der Angebote im Wettbewerb
  • Herleitung konkreter Verkaufszahlen und der sich daraus ergebenden Umsätze
  • Deckung der Kosten für den laufenden Betrieb des Unternehmens
  • Höhe des Gewinns zur Deckung der persönlichen Lebenshaltungskosten

Die Gründungswerkstatt Baden-Württemberg hilft bei der Erstellung des eigenen Businessplans. Dort finden angehende Unternehmerinnen und Unternehmer wichtige Basisinformationen, Tipps für die Praxis, Wissenschecks sowie Vorlagen für Texte und Kalkulationen.

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale Tübingen
IHK Reutlingen Bereich: Existenzgründung und Unternehmensförderung
Position: Existenzgründungsberater
Schwerpunkte: Existenzgründungsberatung
Telefon: 07121 201-204
Fax: 07121 201-4204
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