Binder Vaccuum in Nehren

Von der Maschine in die Geschäftsführung

Jens Wecke die Geschäftsführung bei Binder Vacuum in Nehren von Unternehmensgründer Matthias Binder übernommen.

Von der Maschine in die GeschäftsführungJens Wecke, seit 2024 Geschäftsführer von Binder Vacuum in Nehren, bei der Arbeit. Foto: PR

Für Jens Wecke begann der Weg zur Unternehmensnachfolge mit dem Wunsch nach Veränderung. “Ich war lange Jahre in der Industrie tätig und wollte nicht mehr nur an der Maschine stehen“, sagt er. ”Deshalb habe ich mich 2015 als Servicetechniker bei Binder Vacuum in Nehren beworben. Der Kollege, der mich damals eingelernt hat, sagte gleich in der ersten Woche: Du wirst hier mal Werkstattleiter.“ Eine Prognose, über die Wecke seinerzeit nur lachen konnte, denn auf eine Führungsposition hatte er es nicht abgesehen. "Fürs Erste wollte ich einfach nur einen Job, der mich fachlich fordert und der mir Spaß macht. Den hatte ich als Servicetechniker gefunden.“

Rund acht Jahre später entschied er sich dennoch dafür, die Führung zu übernehmen – nicht nur in der Werkstatt, sondern im gesamten Betrieb. "Unser Gründer Matthias Binder hat lange nach einem Nachfolger gesucht, aber es hat sich nie eine passende Konstellation ergeben. Da sein Eintritt in den Ruhestand unerbittlich näher rückte, kam irgendwann der Moment, in dem ich mir gesagt habe: Okay, dann machst du das eben!“ Eine Entscheidung, die sowohl Matthias Binder als auch die Kollegen gern unterstützten. Also begann Wecke, sich in seine künftige Rolle einzuarbeiten. 

Bis zur offiziellen Übergabe im Januar 2024 verging so fast ein Jahr.“ Das war eine spannende Phase, vom Gefühl her aber auch eine sehr kurze, weil es so viel zu organisieren und zu lernen gab“, erinnert er sich. ”Als Geschäftsführer muss man Entscheidungen zu Themen treffen, mit denen man als Mitarbeiter im selben Unternehmen nie konfrontiert worden wäre. Deshalb bin ich sowohl Herrn Binder als auch unserem Steuerberater dankbar dafür, dass sie den Übergang so intensiv begleitet haben. Das Know-how der Profis macht einen enormen Unterschied.“

Diese Gründerstory erschien in der Ausgabe 2+3/2026 des IHK-Magazins “WNA | Wirtschaft Neckar-Alb”.


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