Vier Landsverdienstorden gehen in die Region Neckar-Alb
Biologische Vielfalt und Dialektpflege
Ingeborg Tress erhält den landesverdienstorden aus den Händen von Ministerpräsident Kretschmann. Foto: Staatsministerium BW / Ilkay KarakurtMinisterpräsident Kretschmann bedankte sich bei den Geehrten mit den Worten: "Mit ihren Leistungen, ihren Begabungen und ihrer Persönlichkeit, mit ihrem Berufsethos und ihrem Amtsverständnis haben sie sich um unser Gemeinwesen, um Baden-Württemberg verdient gemacht.“
In der Laudatio auf Ingeborg Tress hieß es: “Ingeborg Tres lebt unter dem Motto ‘Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen’ und weist eine Lebensgeschichte geprägt von Mut, Pioniergeist und dem Einsatz für Mensch und Natur auf. Der Name Tress steht seit über 75 Jahren für biologische Vielfalt, Nachhaltigkeit und eine tiefe Verbundenheit mit der Schwäbischen Alb. Den Grundstein des unternehmerischen Erfolgs legte ihr Schwiegervater Johannes Tress im Jahr 1950, indem er seinen Hof nach Demeter-Richtlinien zu bewirtschaften begann. Ingeborg Tress bewahrte gemeinsam mit ihrem Ehemann diese Tradition, und sie wurden in den 1980ern durch die Eröffnung des Restaurants Rose zu Pionieren der Bio-Gastronomie. Nach dem viel zu frühen Tod ihres Mannes hat Ingeborg Tress gemeinsam mit ihren Söhnen und Schwiegertöchtern das Familienunternehmen zu einem Leuchtturm der Bio-Branche ausgebaut. Fünf Bio-Restaurants, ein Bio-Hotel, zwei Event-Locations und eine eigene Bio-Manufaktur sind das Ergebnis ihres unermüdlichen Einsatzes. Bis heute leitet sie den Bio-Gasthof ”Heimatküche“ und konnte durch ihr Engagement über 100 Arbeitsplätze schaffen. Ingeborg Tress ist ein Vorbild, wenn es um das Miteinander, Verantwortung und gelebte Nachhaltigkeit geht."
Dominik Kuhn wurde wie folgt gewürdigt: “Dominik Kuhn, auch bekannt unter dem Künstlernamen ”Dodokay“, zeigt auf einzigartige Weise, dass der schwäbische Dialekt nicht nur ein Klang der Heimat, sondern eine lebendige, kreative und verbindende Kraft ist. Ob in ausverkauften Sälen, auf YouTube oder in der Popkultur: Dominik Kuhn schafft es, eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne, Region und globaler Bühne sowie zwischen Humor und Tiefgang herzustellen. Seine schwäbischen Synchronisationen, beispielsweise von Nachrichten, historischen Ereignissen oder Filmszenen, bringen Millionen Menschen zum Lachen und verleihen dem schwäbischen Dialekt seine verdiente Popularität. In einer Zeit, in der Dialekte oft als „unmodern“ gelten, schafft Dominik Kuhn es auf diese Weise, Dialektpflege und gesellschaftliche Relevanz in Einklang zu bringen. Seine Leidenschaft für Sprache und Kultur gibt er auch als Dozent an verschiedenen Hochschulen und Universitäten im Land weiter und leistet damit einen weiteren unverzichtbaren Beitrag zur Dialektpflege."
Bei Prof. Dr. Nisar wurden wurde vor allem seine international bedeutsame Arbeit für die Krebsforschung hervorgehoben, während Elvira Menzer-Haasis für ihr herausragendes Engagement für den Vereinssport ausgezeichnet wurde.
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