Hugo Boss mit Jahresbericht

Umsatz und Ergebnis steigen

Hugo Boss verbessert im Jahr 2014 Umsatz und Ergebnis und erwartet solides Wachstum im Jahr 2015.

Umsatz und Ergebnis steigenHugo Boss legt Jahreszahlen für 2014 vor. Foto: PR

Hugo Boss hat im vergangenen Geschäftsjahr neue Bestwerte bei Umsatz und Ergebnis realisiert. Die gegen Jahresende vor allem in Europa spürbare Markteintrübung belastet allerdings auch noch den Start in das neue Geschäftsjahr. Trotzdem erwartet Hugo Boss in 2015 ein solides Wachstum. Der Konzernumsatz soll währungsbereinigt um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigen, für das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten) wird ein Zuwachs von 5 bis 7 Prozent erwartet.

Operative Marge verbessert sich im vierten Quartal
Im vierten Quartal des vergangenen Jahres hat Hugo Boss die um Wechselkurseffekte bereinigten Umsatzerlöse um 3 Prozent gesteigert. In Euro entspricht dies einem Plus von 5 Prozent auf 684 Millionen Euro (Q4 2013: 649 Millionen Euro). In Europa (+4 Prozent) und Asien (+5 Prozent) entwickelte sich der Umsatz auf währungsbereinigter Basis besser als der Konzerndurchschnitt. In Amerika betrug der Zuwachs 1 Prozent. Der Umsatz im eigenen Einzelhandel (inklusive Outlets und Online-Geschäft) lag im vierten Quartal währungsbereinigt um 6 Prozent über Vorjahr. Auf vergleichbarer Fläche blieb der Umsatz in den eigenen Einzelhandelsgeschäften unverändert. Der Großhandelsbereich entwickelte sich im Vorjahresvergleich vor Währungseffekten stabil. Die Rohertragsmarge ging vor dem Hintergrund einer hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr zurück. Aufgrund gestiegener Rabatte im eigenen Einzelhandel sank die Rohertragsmarge um 80 Basispunkte auf 68,2 Prozent (Q4 2013: 69,0 Prozent). Dank des Umsatzwachstums und eines disziplinierten Kostenmanagements legte das EBITDA vor Sondereffekten dennoch um 6 Prozent auf 167 Millionen Euro zu (Q4 2013: 157 Millionen Euro). Damit erhöhte sich die bereinigte EBITDA-Marge im vierten Quartal um 30 Basispunkte auf 24,5 Prozent (Q4 2013: 24,2 Prozent).

Sondereffekte in Höhe von 16 Millionen Euro (Q4 2013: 0 Millionen Euro) resultierten vor allem aus der vorzeitigen Vertragsauflösung mit einem Handelsagenten im Nahen Osten und der geplanten Schließung des Produktionsstandorts in Cleveland (Ohio), USA. Der auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Konzerngewinn lag mit 75 Mio. EUR um 11 Prozent unter dem Vorjahreswert (Q4 2013: 84 Mio. EUR).

Eigener Einzelhandel wichtigster Wachstumstreiber in 2014
Im Gesamtjahr 2014 wurde die positive Entwicklung des Konzerns von allen Regionen getragen. Insgesamt erhöhte sich der währungsbereinigte Konzernumsatz um 6 Prozent. In Berichtswährung stiegen die Umsatzerlöse ebenfalls um 6 Prozent auf 2.572 Millionen Euro (2013: 2.432 Millionen Euro). Unterstützt von einem zweistelligen Zuwachs in Großbritannien und Wachstum in fast allen Märkten der Region legte Europa um 7 Prozent zu. In der Region Amerika stieg der Umsatz um 4 Prozent auf währungsbereinigter Basis. Die Region Asien/Pazifik verzeichnete dank Marktanteilsgewinnen in China und robustem Wachstum in den restlichen Märkten einen um Wechselkurseffekte bereinigten Umsatzanstieg von 7 Prozent. Der Umsatz des eigenen Einzelhandels lag im Gesamtjahr auf währungsbereinigter Basis um 12 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Flächen- und währungsbereinigt belief sich der Zuwachs auf 3 Prozent. Das Netz eigener Einzelhandelsgeschäfte wurde im Jahresverlauf um netto 31 auf 1.041 Standorte ausgebaut (2013: 1.010). Der über den Großhandel erwirtschaftete Umsatz ging vor Währungseffekten um 1 Prozent zurück. Das Womenswear-Geschäft legte im Gesamtjahr besonders kräftig zu. Insgesamt stieg der Umsatz in diesem Bereich um 10 Prozent auf 289 Millionen Euro (2013: 263 Mio. EUR). Währungsbereinigt entsprach dies einem Zuwachs von 11 Prozent. Das überdurchschnittliche Umsatzwachstum des eigenen Einzelhandels sowie geringere Preisnachlässe in diesem Vertriebskanal führten zu einem Anstieg der Rohertragsmarge von 120 Basispunkten auf 66,1 Prozent (2013: 64,9 Prozent). Trotz der mit dem Ausbau des eigenen Einzelhandels verbundenen höheren Vertriebsaufwendungen und des gestiegenen Marketingaufwands legte das EBITDA vor Sondereffekten um 5 Prozent auf 591 Millionen Euro zu (2013: 565 Millionen Euro). Die bereinigte EBITDA-Marge ging allerdings um 20 Basispunkte auf 23,0 Prozent zurück (2013: 23,2 Prozent). Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn lag mit 333 Mio. EUR um 1 Prozent über dem Vorjahreswert (2013: 329 Millionen Euro). Vorstand und Aufsichtsrat der Hugo Boss AG haben beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividendenerhöhung um 8 Prozent auf 3,62 Euro (2013: 3,34 Euro) vorzuschlagen.

Management erwartet für 2015 solides Umsatz- und Ergebniswachstum
Hugo Boss plant, den Umsatz im Jahr 2015 währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich zu steigern. Hierzu werden voraussichtlich alle Regionen beitragen. Im eigenen Einzelhandel rechnet der Konzern abermals mit einem im Vergleich zum Gesamtkonzern überdurchschnittlichen Zuwachs. Auch auf vergleichbarer Fläche wird ein höherer Umsatz erwartet. Neben der Eröffnung von rund 50 neuen Geschäften werden Übernahmen zum weiteren Wachstum in diesem Vertriebskanal beitragen. Für das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten) ist eine Steigerung zwischen 5 und 7 Prozent geplant.


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