Wir Unternehmen

Schöne Erinnerungen schaffen

Dimitra Karageorgaki betreibt seit Oktober 2017 das Reisebüro „Reiseland Reutlingen“. Sie hat damit ihren absoluten Traumberuf gefunden.

Schöne Erinnerungen schaffenDimitra Karageorgaki in ihrem Reisebüro in der Reutlinger Altstadt. Foto: PR

Dass sie eines Tages ihr eigenes Reisebüro führen würde, hätte Dimitra Karageorgaki am Ende ihrer Schulzeit nicht gedacht. Denn nach dem Abitur begann sie zunächst ein Informatikstudium. Dieses brach sie aber im fünften Semester ab, weil ihr der Lernstoff zu trocken und die Arbeit zu einsam war. Also musste ein Plan B her: „Ich habe mich wild auf alle möglichen Ausbildungsplätze beworben und schließlich eine Stelle in einem Reisebüro in Tübingen bekommen.“ So gelangte sie durch Zufall an ihren Traumberuf. „Ich verschaffe Menschen schöne und einzigartige Erlebnisse. Das macht einfach Spaß.“

Guter Start
Bereits ein Jahr nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Tourismuskauffrau eröffnete Dimitra Karageorgaki gemeinsam mit einer Freundin das „Reiseland Reutlingen“, eine Filiale der Reisebürokette Reiseland mit Hauptsitz in Hamburg. „Das Geschäft lief in den ersten Jahren sehr gut an – bis die Corona-Pandemie ausbrach“, berichtet die Unternehmerin. „Durch die abgesagten Reisen und Rückabwicklungen hatten wir einige Zeit keine Einnahmen.“ Fast zeitgleich mit der Pandemie endete für Karageorgaki auch die Zusammenarbeit mit ihrer Geschäftspartnerin. Seit 2021 führt sie das Unternehmen allein und wird dabei von einer Teilzeitkraft unterstützt. 

Ihre Arbeitszeit und ihren Arbeitsort gestaltet Dimitra Karageorgaki sehr flexibel. Kundentermine finden in der Filiale statt. Dem Rest ihrer vielfältigen Aufgaben geht sie aus dem Homeoffice oder von unterwegs aus nach. „Ich bin zweifache Mutter und Mitgründerin des Frauennetzwerks Reutlingen, habe also auch außerhalb des Reisebüros einiges zu tun. Deshalb passe ich meine Arbeit meinem Leben an – nicht mein Leben der Arbeit.“

Immer erreichbar
Dimitra Karageorgakis Service endet nicht, nachdem der Urlaub gebucht ist. Auch während der Reise ist sie für ihre Kundinnen und Kunden erreichbar, um ihnen in Notfällen aus der Ferne zur Seite zu stehen. Als im März Dubai von iranischen Raketen angegriffen wurde, waren auch Kundinnen und Kunden von ihr vor Ort. „Ich habe auch nachts mein Handy auf laut gestellt und neben mein Bett gelegt. Meine Kunden konnten mich jederzeit anrufen und ich habe versucht, ihnen die Angst zu nehmen. Zum Glück sind alle gesund zurückgekommen.“ /

(Dieser Artikel erschien in der WNA-Ausgabe 6+7/2026.)

In der Reihe „Wir Unternehmen“ stellt WNA kleine Firmen aus der Region Neckar-Alb und ihr Tagesgeschäft vor.


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