Drittes Quartal bei ElringKlinger
Kräftiges Plus
Foto: PRDer ElringKlinger-Konzern ist im dritten Quartal 2017 in seiner Entwicklung weiter vorangekommen: Der Umsatz verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,9 Prozent auf 403,6 Millionen Euro, das Ergebnis (EBIT vor Kaufpreisallokation) um 6,7 Prozent auf 34,8 Millionen Euro. Aufgrund der Euro-Aufwertung schmälerten Währungseffekte - insbesondere der chinesische Yuan, der US-Dollar und der Schweizer Franken - die Erlöse um 10,9 Millionen Euro oder 2,9 Prozent. Daneben trug die Hofer Powertrain Products GmbH, die seit Februar 2017 vollkonsolidiert wird, 1,4 Millionen Euro oder 0,4 Prozent zum Umsatz bei. Dementsprechend betrug das Wachstum organisch 38,9 Millionen Euro oder 10,4 Prozent.
Das starke Umsatzwachstum begründet sich vor allem durch weltweit zahlreiche Produktneuanläufe sowie hohe Kundenabrufe in der NAFTA-Region. Überhaupt stellen die amerikanischen Märkte derzeit eine starke Wachstumsregion für ElringKlinger dar: Allein in der NAFTA-Region erzielte der Konzern im abgelaufenen Quartal ein Umsatzwachstum von 16,0 Prozent, in Südamerika lag der Erlösanstieg bei ebenso kräftigen 14,3 Prozent. Etwas niedriger, wenn auch mit 6,1 Prozent trotzdem erkennbar stark, wuchs der Konzern im Umsatz in der Region Asien-Pazifik. In Europa zeigte der Umsatz mit 6,8 Prozent (Deutschland) bzw. 4,0 Prozent (Übriges Europa) ebenfalls hohe Wachstumsraten.
"Neben dem starken Umsatzwachstum zeigen die Q3-Zahlen, dass wir uns auch operativ verbessert haben", bemerkt der Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Wolf. So hat sich die Bruttomarge trotz im Jahresverlauf anziehender Rohstoffpreise im dritten Quartal auf 25,7 (25,0) Prozent erhöht, in den ersten neun Monaten sogar auf 25,9 (25,1) Prozent. Diese positive Entwicklung wurde allerdings durch höhere Vertriebskosten teilweise aufgezehrt, die durch zusätzliche Ausgaben an den Standorten mit hohen Kundenabrufen entstanden. Insgesamt belief sich das EBIT (vor Kaufpreisallokation) im Berichtsquartal auf 34,8 (32,6) Mio. Euro und im bisherigen Jahresverlauf auf 111,1 (100,8) Millionen Euro, was einer Marge von 8,6 (8,7) Prozent im Quartal bzw. 8,9 (8,8) Prozent in neun Monaten entspricht.
Ähnlich wie im zweiten Quartal führte der starke Euro zu Währungsdifferenzen, die saldiert das Finanzergebnis um minus 4,2 (0,0) Mio. Euro minderten. Darüber hinaus bewirkten höhere Ertragsteueraufwendungen von 8,7 (7,8) Millionen Euro, dass sich insgesamt das Ergebnis je Aktie im Berichtsquartal um 5 Cent auf 0,25 (0,30) Euro verringerte. Im bisherigen Jahresverlauf hat es sich mit 0,94 (0,93) Euro leicht verbessert.
Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte hat ElringKlinger im Juli 2017 ein Schuldscheindarlehen erfolgreich platziert. Die Emission war stark überzeichnet, so dass das ursprünglich angedachte Volumen auf 200 Millionen Euro verdoppelt werden konnte. Zudem sicherte sich der Konzern mit einem durchschnittlichen fixen Zinssatz von 1,23 Prozent bei Laufzeiten von 5, 7 und 10 Jahren sehr gute Konditionen für die Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten und der damit einhergehenden Optimierung der Laufzeitenstruktur.
Der Ausblick für den Umsatz und das Ergebnis 2017 wird erneut bestätigt. Nachdem ElringKlinger in den ersten neun Monaten mit seinem organischen Umsatzwachstum den Anstieg der globalen Fahrzeugproduktion um rund 6 Prozentpunkte übertreffen konnte, sind die Marktaussichten für das vierte Quartal etwas verhaltener. Bei durchaus heterogenen Einschätzungen für die einzelnen Regionen der Welt geht der Konzern weiter davon aus, mit seinem organischen Umsatzwachstum die globale Marktzuwachsrate um 2 bis 4 Prozentpunkte zu übertreffen.
Sofern im vierten Quartal keine makrökonomischen Verwerfungen, z.B. durch eine Eskalation des Nordkorea-Konflikts, eintreten und sich die innerspanische Angelegenheit in Katalonien, z.B. durch einen Generalstreik, nicht weiter verschärft, geht der Konzern für das Gesamtjahr weiterhin davon aus, das Ergebnis (EBIT vor Kaufpreisallokation) gegenüber dem Vorjahr zu verbessern und eine EBIT-Marge (vor Kaufpreisallokation) von rund 9 bis 10 Prozent zu erreichen.
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