Wir Unternehmen
Alles im grünen Bereich
Benjamin Höll bei der Arbeit.
Foto: PR„Jetzt beginnt die schönste Zeit im Jahr“, freut sich Benjamin Höll. „Alles erwacht aus dem Winterschlaf.“ Für den gelernten Landschaftsgärtner und staatlich geprüften Techniker im Garten- und Landschaftsbau ist der Frühling die Lieblingsjahreszeit und ein Symbol für Neuanfang.
Den hat Höll im April 2025 mit dem Schritt in die Selbstständigkeit auch selbst gewagt. Schon zehn Jahre hatte er diesen Gedanken im Kopf gehabt, sich jedoch lange nicht getraut, ihn in die Tat umzusetzen. „Dann dachte ich mir: volles Risiko voraus.“ Benjamin Höll kündigte bei seinem Arbeitgeber, schaffte sich ein Fahrzeug an, investierte in Werkzeug. Es hat sich gelohnt: Heute, zwölf Monate später, spricht er von einem ersten Jahr, das „richtig gut, besser als gedacht“ gelaufen ist.
Gute Auftragslage
„Ich hatte nur eine Fahrzeugbeklebung und eine Website, mehr brauchte ich als Werbung nicht.“ Denn die Aufträge gingen dank guter Mund-zu-Mund-Propaganda, die seine schnelle und gewissenhafte Arbeit lobte, von alleine ein. „Ich komme auch mal nur für zwei oder drei Stunden zu Kunden, das spricht sich herum.“
Die Kunden kommen sowohl aus dem privaten als auch aus dem gewerblichen Bereich. Über das ganze Jahr hinweg legt Benjamin Höll Beete an, nimmt Neupflanzungen vor und sorgt dafür, dass alles wächst und gedeiht. Im Frühjahr wird vertikutiert, im Sommer gemäht, geschnitten und gepflegt. Hecken werden in Form gebracht, Pflanzen erneuert, Beete sauber gehalten. „Viele Kunden wollen einen Garten, der schön ist, aber nicht zu viel Arbeit macht“, sagt Höll. Ein Trend, dem er mit dem Einsatz von Rindenmulch sowie klaren Strukturen begegnet.
An der Selbstständigkeit gefällt ihm besonders die Freiheit, seinen Arbeitstag so gestalten zu können, wie er es möchte. Die Mischung aus Arbeiten im Freien und Bürotätigkeit empfindet er als ideal: „Draußen sein, körperlich arbeiten, und dann wieder Angebote schreiben, planen und mit Kunden sprechen – das passt einfach zu mir“, so Benjamin Höll.
Das Wetter ist die größte Unbekannte in seinem Gewerk. Und dann ist da noch der Winter, wenn der Garten ruht und mit ihm ein Teil des Geschäfts. Da hilft es sehr, dass er als Subunternehmer für seinen früheren Chef noch Arbeiten übernehmen kann, wenn es seine eigene Auftragslage zulässt. Das vorige Jahr hat ihm gezeigt: Mut zahlt sich aus. Und während jetzt im Frühling die Gärten erwachen, wächst sein Betrieb weiter – Schritt für Schritt, Beet für Beet. /
(Dieser Artikel erschien in der WNA-Ausgabe 4+5/2026.)
In der Reihe „Wir Unternehmen“ stellt WNA kleine Firmen aus der Region Neckar-Alb und ihr Tagesgeschäft vor.
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