Flüchtlinge in der Region

Die Integration von Flüchtlingen wird die gesellschaftliche Aufgabe der kommenden Jahre sein. Dabei kommt auch der regionalen Wirtschaft eine wichtige Aufgabe zu, weil sie den zahlreichen - im Schnitt jungen - Menschen eine berufliche Perspektive geben kann: Über eine Anstellung, eine Ausbildung oder ein Praktikum. 

Auf der folgenden Seiten versucht die IHK, wesentliche Informationen rund um das Thema abzubilden: Mit Hinweisen zur Rechtslage, zu den aktuellen regionalen Zahlen sowie zu Aktivitäten von Unternehmen und der IHK. Die Ansprechpartnerin freut sich auf weitergehende Hinweise, die wir hier abbilden können. Weitere Informationen bieten die Agentur für Arbeit, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie das Portal des Landes zum Thema Flüchtlinge. Einen umfassenden Überblick, wie Flüchtlinge in Arbeit und Beschäftigung gebracht werden können, liefert der jüngst aktualisierte DIHK-Leitfaden zum Thema.

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Fast 50 sind gestartet

Über 80 Flüchtlinge mit geringerem Förderbedarf und guter Bleibeperspektive wurden im Jahr 2016 bei der IHK Reutlingen beraten, um sie in ein Praktikum oder eine Ausbildung zu vermitteln. Das vom Land geförderte Beratungsprojekt ist gut angelaufen. Mehr.

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Passende Bewerber finden

Heimische Betriebe können über das "Job- und Integrationsprogramm" (JIP) des Landkreises Reutlingen Flüchtlinge für Praktika und Hospitationen gewinnen. Mehr.

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Hier wird Deutsch gelernt

Für Flüchtlinge gibt es unterschiedliche Modelle, Deutsch zu lernen. Es kommt dabei aber auf die Bleibeperspektive und die Vorkenntnisse an. Einige Kursangebote ermöglichen gleichzeitig eine berufliche Orientierung in einem Betrieb. Einen Überblick der Angebote gibt es hier.

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Integrationsgesetz regelt Ausbildung für Flüchtlinge

Das neue Integrationsgesetz klärt unter anderem, dass Flüchtlinge für die Zeit einer Ausbildung sowie bei Weiterbeschäftigung geduldet sind. Es gilt die "3+2"-Regel. Mehr.

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Auf den Aufenthaltsstatus kommt es an

Betriebe, die Asylbewerber und Asylberechtigte einstellen wollen, sollten vorab die rechtlichen Voraussetzungen klären. Ein Merkblatt der IHK zeigt auf, worauf zu achten ist. Weiter.

Flüchtlinge in Ausbildung

Die IHK Reutlingen kümmert sich darum, Flüchtlinge in Ausbildung oder ein Praktikum zu vermitteln. Integrationsberaterin Aleksandra Vohrer hilft ihnen, sich beruflich zu orientieren, und baut Kontakte zu heimischen Firmen auf. Mehr.

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Europa darf nicht an Flüchtlingskrise scheitern

"Wir dürfen nicht zulassen, dass die europäische Einigung und Aussöhnung der letzten Jahrzehnte an einer humanitären Katastrophe scheitert", kommentiert IHK-Präsident Christian O. Erbe die aktuelle Diskussion um Flüchtlingsquoten und Grenzschließungen. Er mahnt zu Besonnenheit und Geduld und nennt die offen zu Tage tretenden Ressentiments "unerträglich". Weiter.

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Wirtschaft bietet Arbeit für Flüchtlinge

Die heimische Wirtschaft will Ausbildungsplätze und erste Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge anbieten. Das zeigt eine Befragung der IHK, an der sich 429 Firmen aus der Region Neckar-Alb beteiligt haben. Demnach sind fast 70 Prozent der befragten Unternehmen bereit, Flüchtlinge einzustellen. Jeweils ein Viertel dieser Betriebe kann sich vorstellen, entweder Praktikums- oder Ausbildungsplätze mit Flüchtlingen zu besetzen. Mehr.

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Flüchtlinge und Arbeitsmarkt

Viele Unternehmen können sich vorstellen, Flüchtlingen eine Chance für den beruflichen Einstieg zu geben. Ob ein Flüchtling arbeiten darf, hängt jedoch vor allem von seinem Aufenthaltsstatus ab: Asylbewerber, Person mit Aufenthaltsgestattung oder mit Duldungsstatus. Weiter.

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Flüchtlinge und Ausbildung/Praktikum

Wenn Unternehmen einem Flüchtling eine Ausbildungs-, Praktikums- oder Qualifizierungsmöglichkeit anbieten wollen, ist zunächst zu klären, unter welchen Bedingungen dies möglich ist. Vor allem bei Asyslsuchenden und Geduldeten müssen Unternehmen die Regeln kennen. Weiter.

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Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz kann die Gleichwertigkeit von ausländischen Bildungsabschlüssen festgestellt werden. Dazu muss ein Antrag gestellt werden. Die IHK ist für duale Ausbildungsberufe sowie Weiterbildungsabschlüsse aus Industrie, Handel, Gastronomie und Dienstleistungen zuständig. Weiter.

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Spenden: Flüchtlingen leichter helfen

Das Bundesfinanzministerium macht Spenden derzeit einfacher. Für Privatleute und steuerbegünstigte Organisationen gelten laut Ministerium vereinfachte Regelungen. Sie betreffen unter anderem die Nachweispflichten, Arbeitslohnspenden oder Spenden von Aufsichtsratvergütungen. Weiter.

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Task-Force Flüchtlinge

Die IHK Reutlingen richtet eine „Task-Force Flüchtlinge“ ein. Sie bündelt die Kompetenzen und Informationen für die heimischen Unternehmen. „Wir müssen die Menschen, die dauerhaft bei uns bleiben werden, in die Arbeitswelt integrieren. Das wird eine große Aufgabe“, sagt IHK-Präsident Christian O. Erbe. Mehr.

Sprachunterricht

Informationen über bereits laufende Projekte gibt es online im Landesportal fluechtlingshilfe-bw.de sowie beim Welcome Center der IHK Reutlingen.

Flüchtlinge und Schulen

Das baden-württembergische Kultusministerium hat wichtige Fragen und Antworten zur Integration von jungen Flüchtlingen in baden-württembergischen Schulen zusammengestellt. Das Ziel ist es, Kinder und Jugendliche möglichst schnell im Schulleben zu integrieren. Die Webseite finden Sie hier.

Flüchtlinge und Studium

Die Universität Tübingen hat ein eigenes Portal zum Thema Flüchtlinge und Studium online gestellt und hält auch Informationen in arabischer Sprache bereit. Mehr.

Helfen als Privatperson

Wer sich privat bei der Unterstützung von Flüchtlingen engagieren möchte, kann sich in der Region unter anderem bei der Stadt Reutlingen, beim Diakonieverband Reutlingen oder beim Landratsamt Tübingen melden.

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale
IHK Reutlingen Bereich: Standortpolitik
Position: Projektmanagerin
Schwerpunkte: Volkswirtschaft (Konjunktur, Arbeitsmarkt, Studien), Regionale Wirtschaftspolitik, Wirtschaftsjunioren
Telefon: 07121 201-199
Fax: 07121 201-4199
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