Fachkräftemangel: Das tut die IHK dagegen

Bis 2035 fehlen in der Region Neckar-Alb 58.000 Arbeits- und Fachkräfte. Das zeigen die neuesten Berechnungen des IHK-Fachkräftemonitors. Der Wert hat sich in der letzten Prognose noch einmal deutlich erhöht.

Der Fachkräftemangel verschärft sich, so das Resultat des gemeinsamen Fachkräftemonitors der Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg. Bisher sah die Berechnung bis 2030 für die Region eine Lücke von knapp 25.000 Personen voraus. Mit den aktualisierten Zahlen und einem neuen Prognosehorizont bis 2035 wird die Zahl für die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb mehr als doppelt so groß.

Mit Blick auf 2035 werden vor allem 47.000 Fachkräfte mit berufsqualifizierendem Abschluss fehlen. Besonders betroffen vom Fachkräftemangel sind kaufmännische beruflich Qualifizierte (Engpass von 34.200 in 2035), darunter ein Drittel aus medizinischen Gesundheits- und sozialen Berufen sowie ein Drittel Verkaufs- und Büroberufe. Mit technischer Ausrichtung fehlen bis 2035 laut Prognose 13.300 beruflich Qualifizierte, darunter mehr als ein Drittel aus Forschungs- und Entwicklungsberufen sowie 42 Prozent im Maschinenbau und in der Textil- und Metallbearbeitung. 7.600 Personen fehlen bei den Helferberufen. Die zunehmende Alterung tut ihr Übriges: Das Durchschnittsalter der Beschäftigten in der Region steigt von 45,3 Jahren (2021) auf 49,5 Jahre (2035).