So geht das: Schritt für Schritt zum Ausbildungsplatz

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Eine gute Vorbereitung ist wichtig, um sich einen Ausbildungsplatz zu sichern. Außerdem solltest du nicht zu spät anfangen. Daran solltest du unbedingt denken:

Noch 2 Jahre: Welche Berufe passen zu mir?

  • Definiere deine Kompetenzen und Talente
  • Spreche mit Eltern, Lehrern, Freunden etc.
  • Mache einen Berufseignungstest
  • Erstelle ein Ranking deiner Wunschberufe
  • Mache Praktika

Noch 1,5 Jahre

  • Recherche im Internet
  • Informiere dich bei der IHK Reutlingen
  • Gehe auf Aus- und Weiterbildungsmessen
  • Besuche Tage der offenen Tür bei Firmen
  • Gehe zur Berufsberatung im BIZ

Noch 1 Jahr

  • Lies Bewerbungsbücher
  • Suche nach Stellenangeboten in Zeitungen, Internet und Jobbörsen
  • Bereite Lebenslauf, Zeugnisse und sonstige Bescheinigungen vor
  • Erstelle individuelle Anschreiben
  • Trainiere für das Bewerbungsgespräch zum Beispiel mit Eltern oder Freunden
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Schritt 1: Welche Berufe passen zu mir? Teste dich selbst!

Es ist oft schwierig, eigene Fähigkeiten klar zu erkennen. Unsere Checkliste hilft dir, Interessen und Qualifikationen herauszufinden. Gehe sie ehrlich durch und frage dich: Wo liegen meine Stärken? Welche Kenntnisse muss ich verbessern und an welchen persönlichen Schwächen kann ich noch arbeiten? Frag am besten auch deine Eltern, Lehrer und Freunde nach ihrer Einschätzung.
Firmen, bei denen du dich bewirbst, schauen neben den Schulnoten nach fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen.

Tipp: Gute Online-Tests gibt es auf

www.arbeitsagentur.de - Stichwort: Berufswahl
www.planet-beruf.de - Stichwort: Meine Talente
www.ihkrt.de/kompass 

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Schritt 2: Infos sammeln und sortieren

Du solltest dich über die Ausbildungsinhalte der jeweiligen Ausbildungsberufe genau informieren. Am besten geht das im Internet. Eine Linkauswahl findest du hier:

Internetportale zu Beruf und Ausbildung:
www.arbeitsagentur.de/beruf-aktuell 
www.berufenet.arbeitsagentur.de 
www.azubi.net 
www.berufe.tv 
www.kursnet.arbeitsagentur.de 
www.gut-ausgebildet.de 
www.jobstarter.de 
www.planet-beruf.de 
www.ausbildung-plus.de
 

IHK-Informationen:

www.ihk-lehrstellenboerse.de 
www.ihkrt.de/ausbildung 
www.facebook.com/AzubisReutlingenTuebingenZollernalb 
www.ihk-ausbildungsatlas.de 
www.wirtschaft-macht-schule.de
 

Außerdem solltest du Aus- und Weiterbildungsmessen sowie Tage der offenen Tür bei Firmen besuchen. Nutze auch private Netzwerke (Verwandte, Bekannte, Leute aus dem Sportverein etc.), um Kontakte zu Ausbildungsbetrieben zu knüpfen. Wenn in der Nachbarschaft Firmen sind, die du interessant findest, dann geh einfach hin: Fragen kostet nichts!

Tipp: Was du über deinen Ausbildungsberuf wissen solltest

  • Wie viele Ausbildungsstellen gibt es (in meiner Region)?
  • Welche Aussichten hat dieser Beruf langfristig?
  • Welche Weiterbildungs-/Karrieremöglichkeiten gibt es?
  • Werde ich nach der Ausbildung übernommen?
  • Ist das in der Ausbildung angeeignete Wissen auf andere Berufe übertragbar?
  • Habe ich meinen Traumberuf schon einmal durch ein Praktikum getestet?
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Schritt 3: Bewerben – aber richtig!

In der Regel erwarten die Firmen eine schriftliche Bewerbung. Unser Tipp: Kläre ab, wie die Bewerbung gewünscht ist. Ob als E-­Mail, als OnlinebBewerbung oder konventionell auf dem Postweg. Viele Firmen weisen in ihren Stellenangeboten darauf hin, in welcher Form die Bewerbung erfolgen soll. Die Bewerbung sollte dann unbedingt in der gewünschten Form erfolgen.

Folgende Unterlagen sollten in die Bewerbung, aber achte bitte auf die Wünsche der Unternehmen.

  • Bewerbungsschreiben
  • Deckblatt (kein Muss!)
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Anlagen (Zeugnisse, Zertifikate, etc.)

Tipp: Darauf musst du bei der Bewerbungsmappe achten:

  • Keine Rechtschreibfehler
  • Gutes Papier, keine Eselsohren oder Kaffeeflecken
  • Zurückhaltende, seriöse Schriftart
  • Keine kitschigen WordArts oder Smileys im Lebenslauf oder im Rest der Bewerbung
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Die Bewerbung

Anschreiben

  • Maximal eine DIN-A4-Seite lang
  • Klare Betreffzeile (Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zur / zum …)
  • Der Adressat der Bewerbung wird namentlich angesprochen
  • Vollständige Kontaktdaten nicht vergessen
  • Datum und Unterschrift nicht vergessen

Foto

  • Ist heute nicht mehr zwingend, wird aber von vielen Personalverantwortlichen nach wie vor geschätzt
  • Gehört entweder auf das Deckblatt oder rechts oben auf den Lebenslauf
  • Unser Tipp: Bei Bewerbungsformularen brauchst du das Foto als separate JPG-Datei
  • Sollte unbedingt von einem Profi gemacht sein
  • Keine Schnappschüsse oder Urlaubsfotos
  • Seriöses Outfit und gepflegte Erscheinung

Lebenslauf

  • Tabellarische Form
  • Persönliche Daten
  • Schulische Ausbildung
  • Berufliche Erfahrungen, Praktika, etc.
  • Qualifikationen (Sprachkenntnisse, PC-Kenntnisse, Führerschein, etc.)
  • Hobbys
  • Datum und Unterschrift kannst du auch hier nochmals einfügen, eine feste Regel gibt es hier nicht. Unser Tipp: Manche Personaler halten einen Lebenslauf ohne Unterschrift für unvollständig, daher unterschreibe ihn am besten zusätzlich.

Anlagen

  • Kopie des letzten Schulzeugnisses
  • Bescheinigungen von Praktika oder Kursen (Kopien)
  • Wichtig: Nur solche Nachweise einlegen, die einen Bezug zum Beruf haben

Tipp:

Zeige deine Bewerbung jemandem, bevor du sie abschickst: Man findet die eigenen Schreibfehler häufig nicht. Mehr auf: www.ihkrt.de/kompass 

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Klick dich zu deinem Job

Inhalte und die Reihenfolge der Unterlagen sind bei der E-Mail-Bewerbung gleich wie bei der schriftlichen Bewerbungsmappe. Und auch hier gilt: Deine Bewerbung muss formal in Ordnung sein. Darauf solltest du bei E-MailBewerbungen besonders achten:

  • Seriös klingende E-Mail-Adresse zulegen
  • Klarer Betreff: „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als ...“
  • Komplette postalische Adresse im Anschreiben sowie Telefon- bzw. Handy-Nummer nicht vergessen
  • Statt einzelner Anhänge unbedingt das Anschreiben, den Lebenslauf, alle weiteren Informationen, wie Schulzeugnisse und Praktikabescheinigungen, in ein PDF packen. Die Datei solltest du noch komprimieren. Beachte die Hinweise zur Dateigröße in der Stellenausschreibung.
  • Datei vor dem Abschicken ausdrucken und in Papierform auf Fehler durchschauen
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Schritt 4: Vorbereitung auf Einstellungstest

Viele Unternehmen laden nicht sofort zu einem persönlichen Gespräch ein. Immer häufiger kommt es vor, dass du zuerst einmal einen Bewerbungstest bewältigen musst. Um dich darauf vorzubereiten, hilft nur eines: üben, üben, üben. So gehst du dabei vor:

  • Informiere dich über die unterschiedlichen Testarten
  • Besorge dir Testunterlagen zu Übungszwecken
  • Spiele Testsituationen durch und lege für die Aufgaben eine bestimmte Zeit fest
  • Frische dein Allgemeinwissen auf: Lies die Tageszeitung oder informiere dich im Internet über aktuelle Themen und Nachrichten
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Schritt 5: Überzeugen im Vorstellungsgespräch

Du hast eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen? Herzlichen Glückwunsch – dann hast du die erste Hürde genommen: Du bist in die engere Auswahl gekommen. Der Personalverantwortliche möchte dich nun näher kennenlernen. Auf das Vorstellungsgespräch solltest du dich sorgfältig vorbereiten.

Vor dem Vorstellungsgespräch:

  • Als Erstes: Termin sofort bestätigen und in deinem Kalender notieren
  • Möglichst viele Informationen über die Firma sammeln
  • Liste mit Fragen erstellen
  • Namen des Ansprechpartners notieren und einprägen
  • Passende Kleidung überlegen und vorher vor dem Spiegel ausprobieren
  • Telefonnummer des Ansprechpartners im Handy speichern (hilfreich bei Stau, Unfall, etc.)

Beim Vorstellungsgespräch:

  • Pünktlichkeit ist ein absolutes Muss
  • Stell dich mit deinem vollen Namen vor
  • Präg dir den Namen deines Gesprächspartners ein
  • Entspannte Sitzhaltung – weder zu steif noch zu lässig
  • Nicht unruhig herumrutschen, nicht nervös herumfummeln
  • Während des Gesprächs Blickkontakt mit deinem Gesprächspartner halten
  • Lass erkennen, dass du gut zuhörst und verstehst, was gesagt wird
  • Wenn du etwas nicht verstehst, frage höflich nach
  • Vermeide Szenesprache, Kraftausdrücke und Fremdwörter, die du nicht genau kennst

Mit diesen Fragen kannst du punkten:

  • Wie viele Auszubildende hat die Firma?
  • Wo ist die zuständige Berufsschule?
  • Gibt es betrieblichen Unterricht?
  • Wie ist die Arbeitszeit geregelt?
  • Wie sieht mein Arbeitsplatz aus?
  • Wie sieht der Tagesverlauf in meiner Ausbildung aus?
  • Werde ich allein oder im Team arbeiten?
  • Welche Bereiche werde ich durchlaufen?
  • Wie sind die Chancen, übernommen zu werden?
  • Welche Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich mir?
  • Welche Weiterbildung gibt es in diesem Beruf?
  • Kann ich ein freiwilliges Praktikum absolvieren?
  • Wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen?

Mit diesen Fragen musst du rechnen:

  • Warum bewerben Sie sich für diesen Beruf?
  • Aus welchem Grund haben Sie sich bei uns beworben?
  • Was erwarten Sie von der Ausbildung in diesem Beruf?
  • Wie stellen Sie sich den Tagesablauf vor?
  • In welchen Schulfächern haben Sie gute und in welchen schlechte Noten und warum?
  • Was sind Ihre Stärken, was sind Ihre Schwächen?
  • Was muss gegeben sein, damit Ihnen Lernen Spaß macht?
  • Schildern Sie Ihre bisherigen Erfahrungen mit Praktika bzw. dem Berufsleben.
  • Welche Tageszeitung oder Nachrichtenseite lesen Sie?
  • Welchen Hobbys bzw. Freizeitinteressen gehen Sie nach?
  • Beschreiben Sie drei Ihrer wesentlichen Charakterzüge.
  • Begründen Sie, warum wir genau Sie einstellen sollen.
  • Wie würden Sie zur Arbeit kommen?
  • Was machen Sie, wenn es mit einem Ausbildungsplatz nicht klappt?

Tipp:

Zum Vorstellungsgespräch alle wichtigen Unterlagen mitnehmen (Einladungsschreiben, Kopie der Bewerbungsunterlagen, Liste deiner Fragen an die Firma, Notizblock und Kugelschreiber).