Tipps zum Ausbildungsablauf

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Auszubildende lernen Schritt für Schritt das Unternehmen, den Arbeitsplatz und die neuen Aufgaben kennen. Wichtig sind von Anfang an strukturierte Ausbildungspläne, gepflegte Berichtshefte und regelmäßige Feedback-Gespräche: dann klappt’s auch mit der Ausbildung.

Ablauf der Ausbildung besprechen
Zum Ausbildungsstart erhalten Azubis viele Informationen: Betriebsregeln, Sicherheitsbestimmungen oder Spielregeln während der Ausbildung. Am besten informieren Ausbilderinnen und Ausbilder ihre Azubis nicht nur darüber, was sie in den nächsten Wochen erwartet, sondern wie sich die gesamte Ausbildung gestaltet. Dazu bespricht man den betrieblichen Ausbildungsplan zu Beginn der Ausbildung ausführlich. Azubis sollten außerdem die Verordnung ihres Ausbildungsberufs kennen. Diese kann im Berichtsheft mit abgeheftet oder digital hinterlegt werden.

Ausbildungsplan gut strukturieren
Der betriebliche Ausbildungsplan enthält die sachliche und zeitliche Gliederung der Ausbildung. Es sind sämtliche Ausbildungsschritte enthalten, die dem Azubi während seiner Ausbildungszeit vermittelt werden müssen. Außerdem ist der betriebliche Ausbildungsplan individuell auf den Betrieb und den einzelnen Azubi abgestimmt (zum Beispiel Verkürzungen, Zusatzqualifikationen, etc.). Das bedeutet, der Plan enthält Informationen darüber, wann der Azubi in welcher Abteilung oder an welchem Arbeitsplatz eingesetzt wird. So behält der Betrieb den Überblick, aber auch die Auszubildenden können überprüfen, welche Ausbildungsinhalte sie gerade lernen sollten und welche Themenfelder als nächstes anstehen. Ein strukturierter, logischer Aufbau hilft Azubis bei der Orientierung und wirkt sich positiv auf die Motivation aus:  So sehen sie, dass die Aufgaben Sinn machen und dazu befähigen, im Verlauf der Ausbildung immer komplexere Aufgaben zu übernehmen.

Auf das Berichtsheft achten
Azubis müssen ein Berichtsheft führen. In diesem wird alles dokumentiert, was sie während der Ausbildung gemacht und gelernt haben. Sie müssen regelmäßig ihre Tätigkeiten aufzeichnen, dazu zählen auch Lerninhalte aus der Berufsschule. Von Seiten der Betriebe muss gewährleistet werden, dass Azubis während der Ausbildungszeit ausreichend Gelegenheit haben, das Berichtsheft ordentlich zu führen. Denn die Ausbildungsnachweise sind Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung. Wer kein oder nur ein mangelhaftes Berichtsheft vorweist, kann die Ausbildung nicht abschließen. Das Berichtsheft zeigt, ob die Ausbildung ordnungsgemäß erfolgt ist. Es ist also auch Ausweis des Unternehmens, dass zumindest alle Inhalte der Verordnung vermittelt wurden.

Austausch ist wichtig
Betriebe können Azubis beim Führen des Berichtshefts unterstützen. Ein wöchentlicher Austausch hilft beiden Seiten auf dem neuesten Stand zu bleiben. Dieser Termin muss nicht lange dauern, bietet aber die Möglichkeit, zu erfahren, ob die Ausbildung den Erwartungen entspricht und es im Team gut läuft. Umgekehrt können Ausbilderinnen und Ausbilder zeitnah ein Feedback geben, sollten die Erwartungen an den Azubi nicht erfüllt werden. Finden die Gespräche nur unregelmäßig statt, haben sich kleine Probleme vielleicht hochgeschaukelt. Zudem stärkt der regelmäßige Austausch die Bindung des Auszubildenden ans Unternehmen und zeigt ihm, dass Interesse besteht.

Marianne Kuhnke

Marianne Kuhnke

Ausbildung
IHK-Zentrale
Position: Ausbildungsberaterin
Schwerpunkte: Berufsausbildung – Kaufmännische Berufe, Hotel, Gastronomie (Landkreis Reutlingen)
Telefon: 07121 201-156
Fax: 07121 201-4156
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