Elektronisches Ursprungszeugnis

Zeit und Kosten sparen

Ursprungszeugnisse sind im internationalen Handel unverzichtbar. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich mittlerweile für die digitale Beantragung. Darum lohnt sich der Umstieg.

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Wofür benötigen Unternehmen Ursprungszeugnisse?
Ein Ursprungszeugnis (UZ) ist eine Urkunde, die im internationalen Warenverkehr die handelspolitische (nichtpräferenzielle) Herkunft einer Ware offiziell bestätigt. Zahlreiche Länder erlauben die Einfuhr von Waren in ihr Hoheitsgebiet nur, wenn sie von einem Ursprungszeugnis begleitet werden. Der Nachweis des Warenursprungs dient unter anderem der Kontrolle der Warenströme, der Überwachung von Importbeschränkungen und der Durchführung von Antidumping-Maßnahmen, aber auch der Inanspruchnahme von Zollermäßigungen. Für die Ausstellung von Ursprungszeugnissen sind in Deutschland die jeweiligen IHKs zuständig. In welchen Fällen ein Ursprungszeugnis erforderlich ist, richtet sich in erster Linie nach den Einfuhrvorschriften des jeweiligen Ziellandes. Auskünfte hierzu erteilt ebenfalls die IHK.

Wie läuft die Beantragung?
Für die Beantragung von Ursprungszeugnissen und Bescheinigungen gibt es zwei Verfahren: Bereits seit mehr als 15 Jahren können Unternehmen Ursprungszeugnisse und Bescheinigungen digital beantragen (elektronisches Ursprungszeugnis, kurz: eUZ). Rund 85 Prozent der Ursprungszeugnisse stellt die IHK Reutlingen mittlerweile auf diesem Weg aus. Hierfür steht auf www.euz.ihk.de die aktuelle Webanwendung zur Verfügung. Für die Nutzung ist eine einmalige Registrierung notwendig. Anschließend können Unternehmen das Tool bequem mit Benutzername und Passwort nutzen und ihre digital beantragten Ursprungszeugnisse sowie Bescheinigungen nach der Bewiligung durch die IHK direkt im Betrieb ausdrucken (siehe hierzu Grafik rechts). Das IHK-Siegel, die Unterschrift des IHK-Sachbearbeiters sowie der Verifizierungscode werden als Bild (Faksimile) in den eUZ-Vordruck eingebettet. Die Vordrucke sind bei der IHK erhältlich. Anhand des Verifizierungscodes können ausländische Empfänger sowie jede Zollbehörde die Echtheit des vorliegenden eUZ überprüfen. Auch die klassische Beantragung in Papierform ist weiterhin möglich. Hierbei füllt das Unternehmen die erforderlichen Antragsvordrucke vollständig aus und schickt sie an das Bescheinigungsteam der IHK. Nach der Prüfung und Bewilligung wird das Ursprungszeugnis postalisch an das Unternehmen versendet.

Welche Vorteile bietet das eUZ?

  • beschleunigte Verfahrensabwicklung: Beantragung, Bewilligung und digitaler Versand des eUZ nehmen in der Regel nur einen Werktag in Anspruch. Postwege, Portokosten und Botengänge entfallen. Änderungen und Korrekturen können unkompliziert elektronisch erfolgen. Außerdem ist es möglich, Anträge mit wenigen Klicks zurückziehen, sofern die IHK noch nicht mit der Bearbeitung begonnen hat.
  • geringere Kosten: Die Gebühr für ein eUZ beträgt nur 16 Euro (Beantragung in Papierform: 19 Euro).
  • bequemere Beantragung: Betriebe müssen ihre Daten (etwa ihre Anschrift) nur einmal hinterlegen. Die Daten werden dann bei jedem eUZ-Antrag automatisch übernommen. Zudem besteht die Möglichkeit, Vorschau-PDFs für Rücksprachen mit Kunden oder Banken zu erstellen, noch bevor das eUZ bei der IHK beantragt wird. Das spart wertvolle Zeit.
  • mehr Flexibilität: Dank der webbasierten Anwendung können eUZ von jedem Firmenstandort aus und auch im Homeoffice beantragt und bearbeitet werden.

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Anke Hauser

Anke Hauser

International
IHK-Zentrale
Position: Mitarbeiterin Zoll und internationaler Warenverkehr
Schwerpunkte: Carnet ATA, Ursprungszeugnisse, Bescheinigungen, Formulare, Export- und Importabwicklung
Telefon: 07121 201-215
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