Frühjahrssitzung der IHK-Vollversammlung
Wirtschaft priorisieren
Foto: Pieth„Wirtschaft steht im Sondierungspapier an erster Stelle – daran muss sich die zukünftige Regierung messen lassen“, so IHK-Präsident Johannes Schwörer bei der Frühjahrssitzung der Vollversammlung. Seine Forderungen richtete er gemeinsam mit dem höchsten Gremium der IHK in einer einstimmig beschlossenen Resolution direkt an die anwesenden Landtagsabgeordneten Cindy Holmberg, Thomas Poreski, Manuel Hailfinger und Dr. Max Menton. „Baden-Württemberg braucht ein starkes Wirtschaftsministerium mit echter Durchsetzungskraft und einer Strategie, um auf Bundes- und Landesebene wirksam zu sein.“
Für die stark mittelständisch geprägte Region Neckar-Alb sind verlässliche Rahmenbedingungen entscheidend. Konkret fordert die Vollversammlung schnellere Genehmigungsverfahren, eine durchgängig digitalisierte Verwaltung sowie einen zügigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. „Wir kommen seit Jahren zu langsam voran“, so Schwörer. „Das kostet unsere Unternehmen Zeit, Geld und wirtschaftliche Stärke.“ Verzögerte Verfahren bremsen Investitionen und erschweren die Umsetzung neuer Projekte in der Region.
Ohne spürbare Reformen und eine eindeutige wirtschaftspolitische Linie droht Baden-Württemberg weiter an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Die Erwartungen der Unternehmen sind klar: mehr Mut, mehr Verbindlichkeit und der politische Wille, notwendige Maßnahmen entschlossen anzugehen. Die Abgeordneten aus der Region sind nun gefordert, diese Anliegen in die laufenden Verhandlungen in Stuttgart einzubringen und anschließend zügig umzusetzen. „Die Wirtschaft kann sich weiteren Stillstand nicht leisten“, so Schwörer.
