Industrievertreter treffen Wirtschaftsministerin bei der IHK
„Wirtschaft first“
IHK-Vizepräsident Johannes Schwörer, Landeswirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp und IHK-Bereichsleiter International Martin Fahling„Die Interessen der Wirtschaft müssen wieder ganz weit oben auf der politischen Agenda stehen – und zwar auf allen Ebenen von Stuttgart über Berlin bis nach Brüssel“, führte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, aus. Laut der Ministerin zeigen sämtliche Analysen, dass die aktuelle Wirtschaftssituation stärker als bisherige Krisen den Kern der Unternehmenssubstanz im Land bedrohe. „Die wirtschaftliche Existenz steht auf dem Spiel – wir brauchen eine wirtschaftspolitische Kehrtwende.“
Ein IHK-Papier, das Vertreterinnen und Vertreter des produzierenden Gewerbes ausgearbeitet haben, unterstreicht die kritische Lage und benennt auch die von der Ministerin angesprochenen Herausforderungen klar. Kernpunkte sind Modernisierung der Unternehmenssteuer, Förderung von Innovation, Senkung der Energiekosten, Verbesserung der Infrastruktur und einfachere Regelungen zur Einwanderung von Fachkräften.
Mut zum Unternehmertum ermöglichen
„Es ist wichtig, dass Sie sich für uns einsetzen“, sagte Johannes Schwörer, IHK-Vizepräsident in Richtung der Ministerin. „Wir haben den Mut zum Unternehmertum, aber dieser Mut muss auch ermöglicht werden.“ Mit Blick auf die Forderungen der Industrievertreter machte Schwörer deutlich: „Wir wollen Klimaschutz, aber mit Maß und Ziel. Die Lasten sind beim Emissionshandel nicht gleich verteilt.“ Zudem adressierte er an Hoffmeister-Kraut: „Wenn die Babyboomer in Rente gehen, brauchen wir Fachkräftezuwanderung. Dieses Thema müssen wir konsequent vorantreiben.“
Hintergrund
Die IHK wird in diesem Jahr einen Industrieausschuss gründen, dessen Mitglieder die Vollversammlung der IHK zu Industriethemen beraten und Forderungen an Bundes- und Landespolitik formulieren.
