Albstadt: Kraftwerk, Ortsumfahrung, Gewerbeflächen
Vorbehalte ernst nehmen
Korn stellte beim Meeting von örtlicher Wirtschaft mit Oberbürgermeister Klaus Konzelmann und Vertretern des Gemeinderats die Überlegungen seines Unternehmens für ein Heizkraftwerk am Standort Ebingen vor. Dort sollen in einer hochmodernen Anlage Ersatzbrennstoffe im Sinne der Energiewende verwertet werden. Dabei handelt es sich, so Korn, „um Stoffe, die jetzt schon bei uns im Unternehmen produziert werden.“ 90 Prozent der Abfälle stammen aus dem Zollernalbkreis und angrenzenden Bereichen, der Rest aus dem südlichen Baden-Württemberg. Auf diese Weise können Verkehre in der Region minimiert werden.
Das geplante Kraftwerk sorgt in Albstadt für Diskussion. Das Unternehmen steht im engen Kontakt mit der Stadtverwaltung. Mit dieser wurde vereinbart, nochmals eine erweiterte Standortuntersuchung durchzuführen. Diese soll insbesondere unter Umweltgesichtspunkten von einem Fachinstitut begleitet werden. „Wir nehmen die Vorbehalte von Bürgerinnen und Bürgern ernst und wollen umfassend informieren.“ Korn betonte, dass seine Überlegungen sowohl auf ökologischen wie ökonomischen Gesichtspunkten basieren. „Wir wollen Ersatzwärme und Ersatzstrom aus regenerativem Energieträger gewinnen und mehr Betriebssicherheit für das Stromnetz bieten.“ Die Anregung aus der Runde, mit einem „Runden Tisch Kraftwerk“ die lokale Wirtschaft auf dem Laufenden zu halten, will Korn gerne unterstützen.
B 463: Baubeginn nicht vor 2025
Oberbürgermeister Konzelmann berichtete beim Treffen, dass das Regierungspräsidium Tübingen den Antrag auf Planfeststellung für den Ausbau der B 463 in Lautlingen gestellt hat. Zunächst werden nun die Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft, ab dem Spätsommer rechnet Konzelmann mit der Eröffnung des Verfahrens und der öffentlichen Beteiligung. „Es wird sicher zwei Jahre dauern, bis das Verfahren abgeschlossen ist. Mit einem Baubeginn können wir wohl kaum vor 2025 rechnen“, so der Oberbürgermeister. Mit Blick auf den weiteren Ausbau von Gewerbeflächen in Albstadt wies Konzelmann auf den bekannten Bedarf von derzeit 40 Hektar Fläche hin. Aus diesem Grund will die Stadt den Standort Hirnau so schnell wie möglich vorantreiben.