DIHK-Umfrage zu Corona-Tests

Viele Unternehmen testen selbst

Auch mit der Durchführung von Schnelltests am Arbeitsplatz soll die Virus-Verbreitung eingedämmt werden. Knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen testet Mitarbeiter bereits im Betrieb auf Corona oder plant, dies in Kürze zu tun. Ein Webinar der IHK-Organisation zeigt, worauf man dabei achten muss.

Viele Unternehmen testen selbstnito - stock.adobe.com

Die Erhebung ist Teil der Initiative zur Ausweitung des Testangebots, die die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesverband der Deutschen Industrie, der DIHK und der Zentralverband des Deutschen Handwerks am 9. März gestartet haben. Sie soll regelmäßig wiederholt werden.

Der Umfrage zufolge testen aktuell bereits 19 Prozent aller Betriebe ihre Belegschaften. Weitere 28 Prozent geben an, in Kürze mit Tests im Betrieb zu beginnen. Auf der anderen Seite befinden sich unter denjenigen, die derzeit nicht testen, auch viele Betriebe, deren Beschäftigte komplett im Homeoffice sind beziehungsweise die vom Lockdown betroffen sind.

Zudem stehen die Betriebe in der Praxis noch vor zahlreichen Herausforderungen. So melden 43 Prozent derjenigen Unternehmen, die in Kürze testen wollen, Beschaffungsprobleme durch fehlende Lieferungen. Weitere 39 Prozent bemängeln zudem fehlende Informationen zum Umgang mit Tests in den Betrieben.

40 Prozent der Großunternehmen testen bereits regelmäßig
Je größer die Unternehmen, desto häufiger sind Teststrategien oder entsprechende Pläne bereits vorhanden. Bei den Großunternehmen (ab 1.000 Beschäftigte) gaben 40 Prozent der Befragten an, ihre Mitarbeiter bereits zu testen, weitere 39 Prozent wollen damit in Kürze beginnen.

Über alle Größenklassen hinweg haben rund die Hälfte der Betriebe noch keine konkreten Pläne für eine Teststrategie. Für fast ein Drittel von ihnen stellt sich die Testfrage allerdings aktuell nicht. Denn 23 Prozent der Unternehmen arbeiten ausschließlich im Homeoffice, 9 Prozent befinden sich derzeit im kompletten Lockdown. Dort, wo die Belegschaften im Betrieb anwesend sind, ist somit die Testbereitschaft höher, als es im Gesamtergebnis zum Ausdruck kommt.

Viele Unternehmen noch im Lockdown
Zu den derzeit vom Lockdown besonders betroffenen Branchen gehören die Gastronomie, Reisewirtschaft, Kultur- und Kreativwirtschaft. So gibt mehr als die Hälfte der Betriebe aus dem Gastgewerbe an, aktuell geschlossen zu haben. In der Reisewirtschaft ist es knapp ein Drittel und in der Kultur- und Kreativbranche ist es immer noch mehr als jeder fünfte Betrieb.

Aus den Zahlen geht zudem hervor, dass Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten überdurchschnittlich stark vom Lockdown betroffen sind. Bei diesen Unternehmen fallen auch die Kosten für die Einführung eines Testkonzepts besonders stark ins Gewicht – so dass damit die Testzurückhaltung in dieser Unternehmenskategorie nachvollziehbar ist.

Ein einstündiges Webinar des DIHK am 31. März um 9 Uhr oder um 14 Uhr zeigt, wie Unternehmen Selbsttests im Betrieb organisieren können. Interessierte können sich per Mail an onlinelernen(at)wb.dihk.de anmelden.

Antonia Hettinger

Antonia Hettinger

Standortpolitik
IHK-Zentrale
Position: Projektmanagerin Regionale Wirtschaftspolitik, Volkswirtschaft und Fachkräftesicherung
Schwerpunkte: Volkswirtschaft und regionale Wirtschaftspolitik, Gesundheitswirtschaft, Netzwerke Bau- und Immobilienwirtschaft, Projektmanagement, Young Professionals und Bauleitplanung
Telefon: 07121 201-256
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