Zoll-Deal mit den USA

Verschlechterte Rahmenbedingungen

Die Unsicherheit ist das zentrale Problem beim Handel mit den USA - das zeigt eine aktuelle Umfrage unter deutschen Unternehmen.

Verschlechterte RahmenbedingungenFoto: emeraldphot - Fotolia.com

Eine aktuelle Blitzumfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) unter rund 3.500 Unternehmen in Deutschland zeigt, dass der jüngste Zoll-Kompromiss zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten in der Wirtschaft überwiegend kritisch gesehen wird. Anstatt neue Impulse für den transatlantischen Handel zu setzen, befürchten viele Betriebe zusätzliche Hürden.

Negative Folgen
Lediglich rund fünf Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit positiven Effekten durch die Vereinbarung. Demgegenüber erwartet mehr als die Hälfte (58 Prozent) eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen. Besonders stark fällt die Skepsis bei Unternehmen mit direkten Geschäftsbeziehungen in die USA aus: Hier gehen fast drei Viertel (74 Prozent) von negativen Folgen aus.

Als zentrales Problem nennen die Firmen die wachsende Unsicherheit in der Handelspolitik. Etwa 80 Prozent der Unternehmen mit US-Bezug sehen diese als größte Belastung. Fast 90 Prozent berichten, dass sie bereits heute unter den Folgen leiden – etwa durch kompliziertere Zollverfahren, unklare Regeln oder längere Bearbeitungszeiten. Viele Unternehmen prüfen daher, ihr Engagement in den USA zu reduzieren oder geplante Projekte auf Eis zu legen. Stattdessen rücken der europäische Binnenmarkt und andere internationale Absatzmärkte stärker in den Fokus. Aus Sicht der Wirtschaft droht der Zoll-Deal damit, Chancen für den transatlantischen Handel zu verspielen und bestehende Unsicherheiten zu verfestigen.

Zur gesamten Auswertung auf der Seite der DIHK. 

Martin Fahling

Martin Fahling

International & internationale Fachkräfte,
IHK-Zentrale
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Schwerpunkte: Grundsatzfragen, Außenwirtschaftspolitik, Beratungen
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