Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften startet
Unterstützung für Unternehmen

Ab dem 1. April 2025 können Unternehmen in Baden-Württemberg bei der neu gegründeten Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften (LZF) die Durchführung des beschleunigten Fachkräfteverfahrens beantragen. Damit bietet Baden-Württemberg eine zentrale und spezialisierte Anlaufstelle für Unternehmen, die Fachkräfte aus dem Ausland beschäftigen möchten. Im Fokus steht dabei eine digitalisierte Bearbeitung des Antrags, verbunden mit der Beschleunigung der beruflichen Anerkennung für die ausländischen Fachkräfte. Flankiert wird der gesamte Prozess durch ein umfassendes Beratungsangebot in den Bereichen Aufenthaltsrecht und Berufsanerkennung. Mit ihrer zentralen und landesweiten Zuständigkeit nutzt die LZF Synergieeffekte und bietet eine kundenorientierte Beratung aus einer Hand. Die IHKs hatten sich für eine solche Agentur stark gemacht.
Umfangreiches Beratungsangebot für Arbeitgebende
Seit dem 24. März 2025 ist ein umfassendes Informationsangebot zum beschleunigten Fachkräfteverfahren abrufbar. Ab 1. April 2025 können über den Online-Antragsservice auf der Homepage Anträge gestellt werden. Zusätzlich bietet eine Telefon-Hotline vorerst Montag, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr sowie Montag und Mittwoch von 14 bis 16 Uhr persönliche Auskünfte an. In der Beratung werden nicht nur allgemeine Fragen rund um das beschleunigte Fachkräfteverfahren geklärt; vielmehr begleitet die LZF die Arbeitgebenden über die gesamte Dauer des aufenthaltsrechtlichen und anerkennungsrechtlichen Verfahrens, sorgt dafür, dass alle erforderlichen Unterlagen in der erforderlichen Art und Weise vorliegen und beteiligt alle weiteren Akteure im Verfahren, wie die zuständige Anerkennungsstelle und die Bundesagentur für Arbeit. Durch diese enge Begleitung des gesamten Prozesses sollen Reibungsverluste sowohl beim Einreise- als auch beim Berufsanerkennungsverfahren verringert werden. Die Unterlagen werden über die LZF-Internetseite digital eingereicht und die Kommunikation mit den Antragstellenden erfolgt dann aus einer Hand. So sollen ausländische Fachkräfte möglichst schnell ihre Arbeit in einem Unternehmen in Baden-Württemberg aufnehmen können.
Das beschleunigte Fachkräfteverfahren
Als Alternative zum regulären Visumverfahren hilft das beschleunigte Fachkräfteverfahren, den Einreiseprozess zeitlich zu verkürzen, indem Arbeitgebende für eine Fachkraft aus einem Drittstaat die Vorabzustimmung zur Visumserteilung und die Anerkennung der ausländischen Berufsqualifikation beantragen. Fachkraft und Unternehmen müssen sich also bereits miteinander auf eine Zusammenarbeit geeinigt haben und die Fachkraft muss sich noch in einem Drittstaat befinden. Im beschleunigten Fachkräfteverfahren gelten verkürzte gesetzliche Bearbeitungsfristen.

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