„IHK vor Ort“ in Münsingen

Unternehmerfrühstück zur „Kommunalwahl 2024“

Mehr als 40 Unternehmerinnen und Unternehmer waren bei „IHK vor Ort“ auf der Münsinger Hopfenburg zu Gast. Sie diskutierten mit den Kandidaten für den Münsinger Gemeinderat über die kommunalpolitischen Forderungen von IHK und Handwerkskammer.

Unternehmerfrühstück zur „Kommunalwahl 2024“Foto: Stadt Münsingen

Viele kommunalpolitische Entscheidungen betreffen auch Unternehmen unmittelbar, unabhängig von Branche oder Größe beeinflussen Standortfaktoren und Rahmenbedingungen jedes Unternehmen maßgeblich. Die IHK hat deshalb Forderungen zur Kommunalwahl aufgestellt, damit die Belange von Industrie und Wirtschaft auch auf kommunalpolitischer Ebene angemessen berücksichtigt werden.

Größter Handlungsbedarf Fachkräftesicherung
„Vielfältige Maßnahmen sind notwendig, um die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften zu gewährleisten“, sagte Jennifer Muffler, Projektmanagerin der IHK, „unter anderem Bürokratieabbau, die Integration ausländischer Fachkräfte und eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“ Hier seien Unternehmen auf kommunale Angebote für Kinderbetreuung angewiesen. Weiterhin müssten neben geeigneten Gewerbeflächen auch bezahlbare Wohnräume vorhanden sein. Die IHK-Forderungen zielen zudem auf beschleunigte Genehmigungsverfahren, auf eine gesicherte Mobilität in Bezug auf die E-Lade-Infrastruktur und den Ausbau des ÖPNV sowie auf die Stärkung der digitalen Infrastruktur ab. Wirtschaft und Mittelstand müssten ausreichend von kommunaler Seite gefördert werden.

Handwerk braucht kommunale Unterstützung
Auch die Handwerkskammer hat laut Präsident Harald Herrmann solche Forderungen aufgestellt. „Wir sitzen im gleichen Boot. Viele Betriebe sind in beiden Kammern ansässig.“ Jedoch mehr als andere Wirtschaftsbereiche sei das Handwerk regional verwurzelt. Es lebe, arbeite und bewege sich in der Region, sowohl Facharbeiter als auch Kunden kommen von hier. „Wir haben dieselben Probleme wie die Industrie. Auch uns fehlen Fachkräfte.“ Deshalb müsste die Berufsorientierung an Schulen stärker vorangetrieben werden, außerdem brauche man eine „gezielte Fachkräfteeinwanderung“. Ein schnelles und gutes Internet sei heutzutage kein Luxus, sondern eine betriebswirtschaftliche Grundlage. Herrmann forderte, kommunale Vergaben „mittelstandsfreundlich zu gestalten“ und regionale Betriebe bei Ausschreibungen zu berücksichtigen.

Gemeinderatskandidaten stellen sich vor
Prof. Dr. Markus Nawroth, Bereichsleiter bei der IHK, sprach mit den Kandidaten für den Münsinger Gemeinderat Stefan Gaub (CDU), Thomas Hagmaier (Liberale Wähler), Ralf Hintz (Freie Wähler), Adolf Lamparter (SPD) und Sebastian de Lenardis (Bündnis 90/ Die Grünen) über Wirtschaft und Bildung, digitale Infrastruktur, Bürokratieabbau und Ausbau von erneuerbaren Energien. Bürgermeister Mike Münzing hob die Leistungen der Stadt Münsingen beim Thema Wirtschaftsförderung in den letzten Jahren hervor. Vieles sei – auch im Hinblick auf eine Weiterentwicklung der Unternehmen – auf den Weg gebracht worden, ganz aktuell die Erweiterung des Industriegebiets zu einem Innovationspark mit unterschiedlichen Branchen in Quartieren und die Schaffung von Wohnraum für Fachkräfte im Völter-Areal, in dem 90 Wohneinheiten entstehen.

Jennifer Muffler

Jennifer Muffler

Standortmarketing und Netzwerke
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Position: Projektmanagerin
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