Cybersicherheit
Überlebensfrage für Unternehmen
Foto: BeeBright/shutterstock.comFast täglich erreichen die IHK Reutlingen Hinweise auf erfolgte oder versuchte Cyberangriffe auf Mitgliedsunternehmen. Die Folgen reichen von finanziellen Schäden über Datendiebstahl bis hin zum kompletten Ausfall betrieblicher Abläufe – im schlimmsten Fall sogar zur Schließung des Betriebs.
Gefahr für Mittelständler nicht unterschätzen
Mit der fortschreitenden Digitalisierung steigen gleichzeitig die Anforderungen an die IT-Sicherheit. Vernetzte Produktionsanlagen, cloudbasierte Anwendungen und der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz ermöglichen effizienteres Arbeiten, eröffnen jedoch auch zusätzliche Angriffsflächen. Besonders problematisch: Cyberangriffe erfolgen zunehmend automatisiert und richten sich gezielt gegen kleinere Unternehmen, die häufig nicht über eigene IT-Sicherheitsabteilungen verfügen. „Regionale Firmen beschäftigen sich verstärkt mit künstlicher Intelligenz und digitaler Transformation. Cybersicherheit ist dafür jedoch die notwendige Grundlage“, betont Sandra Schorrer, Leiterin Digitale Transformation Neckar-Alb bei der IHK Reutlingen. „Gerade mittelständische Unternehmen unterschätzen häufig ihre Verwundbarkeit und glauben, sie seien zu klein oder zu irrelevant für Angriffe. Tatsächlich sind KMU oft besonders attraktive Ziele. Dabei können bereits einfache Schutzmaßnahmen einen entscheidenden Unterschied machen.“
Risiken identifizieren, Maßnahmen ableiten
Um Unternehmen in der Region konkret zu unterstützen, bietet die IHK Reutlingen niederschwellige „Cybersicherheitschecks“ an. Diese helfen insbesondere Betrieben ohne eigene IT-Fachabteilung dabei, den eigenen Sicherheitsstatus besser einzuschätzen, Risiken zu identifizieren und konkrete Handlungsempfehlungen kennenzulernen. Ergänzt wird das Angebot durch den vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierten „CyberSecurityCheck“, der von regionalen IT-Dienstleistern durchgeführt wird und eine vertiefende Beratung ermöglicht.
„Unternehmen müssen nicht nur innovativ, sondern auch widerstandsfähig gegenüber digitalen Risiken sein“, so Schorrer weiter. „Cybersicherheit gehört deshalb längst zum Kerngeschäft und muss bei allen digitalen Prozessen mitgedacht werden.“ Wer Interesse an einem „Cybersicherheitscheck“ hat, meldet sich bei Sandra Schorrer, Telefon: 07121 201-221, E-Mail: schorrer(at)reutlingen.ihk.de.
