Projekt für Zugewanderte wird verlängert

Über die Beratung in den Beruf

Die IHK Reutlingen setzt ihr Projekt „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ bis Ende 2028 fort. Dafür erhält sie eine Förderung in Höhe von 173.600 Euro.

Über die Beratung in den BerufFoto:andresr - istockphoto.com

Rund 180 Zugewanderte und Geflüchtete hat die IHK in der aktuellen Förderphase des „Kümmererprogramms“ seit Januar 2025 zu Berufsperspektiven und den Möglichkeiten einer dualen Ausbildung beraten. Daraus sind konkrete Ausbildungsverhältnisse entstanden: Allein in diesem Jahr wurden bereits 31 von ihnen in eine Ausbildung vermittelt. Die Bandbreite reicht von kaufmännischen und IT-Berufen über gewerblich-technische Berufe bis hin zu Gastronomie und sozialen Berufen.

„Wir schauen sehr genau, welcher Beruf zu den Fähigkeiten und Interessen der einzelnen Person passt“, sagt IHK-Integrationsberaterin Aleksandra Vohrer. Die intensive Begleitung zahlt sich aus: „Viele der von uns vermittelten Azubis entwickeln sich gut. Das zeigt, wie wichtig es ist, sich Zeit für die einzelnen Fälle zu nehmen.“ Unter den Beratenen sind Menschen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen. Die größte Gruppe bilden derzeit Geflüchtete aus der Ukraine. Hinzu kommen Zugewanderte aus Drittstaaten und der EU sowie Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan.

Auch Unternehmen suchen Beratung
Immer häufiger wenden sich auch Unternehmen an die IHK. Dabei geht es beispielsweise um die Frage, wie Auszubildende aus Drittstaaten nach Deutschland kommen und hier eine Ausbildung aufnehmen können. Gleichzeitig sucht die IHK weitere Betriebe, die Praktika oder Einstiegsqualifizierungen anbieten. „Gerade für Zugewanderte, die bereits in Deutschland leben, können diese Formate die Brücke in eine Ausbildung sein“, sagt Vohrer. Sie bekommen Einblicke in Betriebe und Berufe, während Unternehmen die Fähigkeiten und Motivation der Bewerberinnen und Bewerber kennenlernen. „Integration bedeutet im Einzelfall viel Arbeit. Aber sie lohnt sich für beide Seiten: Zugewanderte erhalten eine berufliche Perspektive und Unternehmen gewinnen Nachwuchs- und Fachkräfte“, sagt Thorsten Leupold, Bereichsleiter Ausbildung bei der IHK Reutlingen.

Hintergrund
Das Projekt „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ wird seit 2016 vom Land Baden-Württemberg gefördert. Bei der IHK Reutlingen begleitet Integrationsberaterin Aleksandra Vohrer Zugewanderte auf dem Weg in Praktikum, Einstiegsqualifizierung und Ausbildung. Ab 2027 stehen für das Projekt zwei Stellen zur Verfügung.
 

Aleksandra Vohrer

Aleksandra Vohrer

Ausbildung & Prüfungswesen
IHK-Zentrale
Position: Integrationsberaterin
Schwerpunkte: Projekt "Integration durch Ausbildung - Perspektiven für Zugewanderte"
Telefon: 07121 201-264
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