Start in neue Förderperiode

Türöffner nach Europa

Europa behält seine Außenstelle in der Region. Das bereits seit 2008 bei der IHK bestehende „Enterprise Europe Network“, kurz EEN, wird bis Ende 2028 fortgesetzt.

Türöffner nach EuropaFoto: 12ee12 - Fotolia.com

Gemeinsam mit neun weiteren Partnern aus ganz Baden-Württemberg hat die IHK erneut den Auftrag der Europäischen Kommission erhalten, kleine und mittlere Unternehmen auf ihrem Weg in europäische und internationale Märkte zu begleiten. Mit dazu gehören etwa die gezielte Suche nach Geschäftspartnern im europäischen Ausland oder Informationsangebote zu EU-Fördermitteln. „Das EEN ist für unsere Firmen der Zugang zu einem Netzwerk, das europaweit Türen öffnet“, sagt Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen. 

Für die IHK war es eine bewusste Entscheidung, sich erneut um das „Enterprise Europe Network“ zu bewerben. Die Region hat in den vergangenen Jahren beim Export stark zugelegt und doch könnten noch mehr Betriebe im Ausland aktiv werden, vor allem kleine. „Da sind die Länder Europas aufgrund ihrer Nähe einfach der beste Einstieg“, so Epp. Auch die erst im Juli neu gestartete IHK-Vollversammlung hat sich vorgenommen, die heimische Wirtschaft bei wichtigen Zukunftsthemen weiter voranzubringen. „Innovationen, Digitalisierung und Fachkräfteentwicklung gehören auf jeden Fall dazu – und eben die Internationalisierung.“

Fragen oder Kritik weitergeben 
Das EEN ist aber auch ansprechbar, wenn es darum geht, Fragen oder Kritik der Wirtschaft unmittelbar an die Europäische Kommission weiterzugeben. Unternehmen können auf Schwierigkeiten im EU-Binnenmarkt hinweisen oder auch Ideen und Wünsche anbringen. „Bei komplexen Gesetzeslagen sind es manchmal schon kleine Tipps, die im Betriebsalltag große Wirkung entfalten können – und das hilft auch den Entscheidern in Brüssel“, erklärt Katrin Glaser, die das EEN bei der IHK Reutlingen managt. 

600 Beratungen in der vorigen Förderperiode 
In der vergangenen Förderperiode von Mitte 2022 bis Mitte 2025 führte die IHK Reutlingen über ihren regionalen EEN-Contact-Point mehr als 600 individuelle Beratungen durch. Die Schwerpunkte lagen auf internationaler Geschäftstätigkeit, dem EU-Binnenmarkt und dem Thema Nachhaltigkeit. Besonders gefragt waren Informationen zum CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM), zur Erbringung von Dienstleistungen im Ausland, zur CE-Kennzeichnung sowie zur Produktsicherheit. 

Mehr Informationen zum Enterprise Europe Network.

Hier geht es zum Titelthema “Blick in die Nachbarschaft - Europäische Auslandsmärkte” aus der Ausgabe 8+9/2025 des IHK-Magazins “WNA | Wirtschaft Neckar-Alb”.

Katrin Glaser

Katrin Glaser

International & internationale Fachkräfte
IHK-Zentrale
Position: Projektmanagerin
Schwerpunkte: EU-Informationen, Enterprise Europe Network, Fördermittel EU, Länder und Märkte, Geschäftspartnersuche, Dienstleistungen im Ausland
Telefon: 07121 201-152
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