IHK zur Diskussion um Abgabe für das Tourismusmarketing
Tourismusförderung ist Aufgabe der Kommune
Foto: andrzej2012 - stock.adobe.comIn einem Punkt herrscht in Tübingen hohe Einigkeit: Die Neuorganisation des Tourismusmarketings sollte dringend angegangen werden – das sehen Wirtschaft wie Politik sehr ähnlich. „Auch von Seiten der IHK halten wir die Neuausrichtung für richtig“, sagt Wolfgang Epp.
Gleichwohl: Der Weg dahin ist umstritten. Für die Finanzierung sind eine Bettensteuer, eine Kurtaxe sowie eine Tourismusabgabe in der Diskussion. Der Gemeinderat wird am 24. Juli entscheiden. „Sollte das Kommunalparlament befinden, dass die neue Tourismus GmbH nur mit Hilfe einer entsprechenden Abgabe der Wirtschaft realisiert werden kann, muss diese bürokratiearm umgesetzt werden. Die betroffenen Unternehmen müssen zudem ihre Expertise in die Verwendung der Mittel einbringen können, etwa über einen Beirat“, so die Forderung des IHK-Hauptgeschäftsführers.
Generell bevorzugt die IHK eine Lösung, die auf freiwillige Elemente setzt. So könnte eine Tourismus GmbH ein optionales Fondsmodell enthalten, in den innenstädtische Akteure einzahlen können, um damit unmittelbar das Tübinger Tourismusmarketing zu unterstützen. „Das wäre der bessere Weg“, so Epp.
Hintergrund
Die Vollversammlung der IHK Reutlingen hat sich im April 2023 gegen die Einführung von Bettensteuern für die Region Neckar-Alb ausgesprochen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Steuer eine zusätzliche finanzielle und bürokratische Belastung für die Übernachtungsbetriebe darstellt. Im schlimmsten Fall kann sie dazu führen, dass die Gäste ihre Reise nicht antreten oder auf andere Orte ausweichen, in denen keine Steuer erhoben wird.
