IHK begrüßt stärkere Präsenz Baden-Württembergs in Brüssel
„Starke Partnerschaften und verlässliche Rahmenbedingungen“

Gerade für eine exportstarke Region wie Neckar-Alb ist der direkte Draht zu den europäischen Institutionen und Entscheidungsträgern von großer Bedeutung. „In Brüssel werden zentrale Entscheidungen für unsere Unternehmen getroffen, vom Binnenmarkt über Handelsabkommen bis zu Bürokratiepflichten und Innovationsförderung“, so Schwörer. Aus Sicht der IHK Reutlingen sind europäische Entscheidungen entscheidend für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft: „Handelsverträge und offene Märkte sind für unsere exportorientierten Unternehmen lebenswichtig“, so Schwörer weiter. „Deshalb brauchen wir in Europa starke wirtschaftliche Partnerschaften und verlässliche Rahmenbedingungen.“
Engagement der IHK Reutlingen
Die IHK Reutlingen hat die gesetzliche Pflichtaufgabe, die unternehmerische Perspektive frühzeitig in Entscheidungsprozesse auf europäischer Ebene einzubringen. In Brüssel vertritt sie die zwölf baden-württembergischen IHKs vor allem bei den Themen Einpersonen- und Kleinstunternehmen, Weltraumwirtschaft/Space sowie Weiterbildung. Darüber hinaus bringt sich die IHK bei Themen wie Handel, Innenstadtentwicklung, internationalem Warenverkehr und Entwicklungszusammenarbeit aktiv ein. „Wir werden unsere Präsenz in Brüssel im Sinne unserer heimischen Wirtschaft weiter ausbauen“, erklären Schwörer und Epp. „Das ist ein wesentlicher Auftrag der Selbstverwaltung der Wirtschaft, dafür zahlen die Unternehmen auch ihre Beiträge.“
Mehr Praxisnähe nötig
Durch das Enterprise Europe Network (EEN) hat die IHK Reutlingen bereits über einen direkten Draht in die Europäische Kommission und unterstützt Unternehmen bei europäischen Fragestellungen und Fördermöglichkeiten. Gleichzeitig mahnt die IHK mehr Praxisnähe in der europäischen Gesetzgebung an. „Zu häufig erleben Unternehmen, dass Regelungen aus Brüssel kaum umsetzbar sind“, sagt Epp. Die Folge sind unnötige Bürokratie, zusätzlicher Aufwand und wachsender Frust in den Betrieben. „Unternehmerische Erfahrung und konkrete Problemlösungen müssen deshalb frühzeitiger in politische Entscheidungen einfließen.“
