IHK vor Ort in Balingen

Standortfaktoren im Fokus

Bei „IHK vor Ort“ in Balingen tauschten sich Unternehmerinnen, Unternehmer, Stadtverwaltung und IHK über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven aus.

Standortfaktoren im Fokus

Eine Umfrage der IHK unter den Unternehmerinnen und Unternehmern hatte im Vorfeld ergeben, dass sie die drängendsten Probleme in Balingen bei Wohnraum, Fachkräfteverfügbarkeit, Gewerbesteuer, Gewerbeflächen sowie Verkehr und ÖPNV sehen. Matthias Miklautz, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Zollernalbkreis betonte, dass man in der aktuellen wirtschaftlichen Situation gemeinsam an Standortfaktoren arbeiten müsse, die direkt beeinflusst werden können. Die Konjunkturumfrage der IHK Reutlingen hatte im Herbst gezeigt, dass die Unternehmen wieder optimistischer in die Zukunft blicken. „Durch die Folgen des Iran-Kriegs dürfte sich das bei vielen aber wieder geändert haben“, so Miklautz.

Oberbürgermeister Dirk Abel verwies auf die spürbaren geopolitischen Herausforderungen und rief dazu auf, vor Ort gemeinsam Lösungen für wirtschaftlich schwierige Zeiten zu entwickeln. Ein wichtiger Baustein für die Fachkräftesicherung sei es, neuen Wohnraum zu schaffen. Deswegen ist in Richtung Geislingen das Neubaugebiet „Urtelen“ entstanden, auf dem Unternehmen auch vom Land geförderte Mitarbeiterwohnungen errichten können.
Außerdem investiert die Stadt weiter in Infrastruktur und Digitalisierung. Für 2026 sind rund 2,4 Millionen Euro eingeplant, insgesamt stehen 21 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes zur Verfügung. Erste Projekte konnten bereits rückwirkend aus dem Sondervermögen finanziert werden.

„Ziel ist es, die Investitionsfähigkeit von Balingen langfristig aufrechtzuerhalten“, so Abel. Große Herausforderungen bestehen für die Stadt absehbar im Verkehr: Die Anbindung des Klinikums über die B463 sowie die Sanierung der Eyachtalbrücke mit geplanter Vollsperrung werden Balingen selbst und die betroffenen Stadtteile über einen sehr langen Zeitraum stark belasten. „Deshalb muss im Ergebnis deutlich mehr als nur eine sanierte Brücke herauskommen. Konkret müssen mit Abschluss der Brückensanierung auch ein ampfelfreier B463-Anschluss am künftigen Zentralklinikum und der lang ersehnte Hurdnagelanschluss auf Frommerner Seite fertig gestellt sein.“  Knapp bleiben in Balingen die Industrie- und Gewerbeflächen. „Aufgrund der geografischen Lage auf der Schwäbischen Alb sind Erweiterungen nur begrenzt möglich“, so Abel. Daher setzt Balingen auf die Innenstadtentwicklung und den interkommunalen Industrie- und Gewerbepark Zollernalb.

Angebote nutzen
Balingens Wirtschaftsförderer Niko Skarlatoudis stellte als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung aktuelle Programme und Angebote der Stadt vor, die die Unternehmen nutzen können: „Wir sind ihre Anlaufstelle, wenn es um Gewerbeflächen oder Förderprogramme wir das ELR oder „Spitze auf dem Land“ geht.“ Mit der BalingenCard können Betriebe ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steuer- und abgabenfreie Sachzuwendungen zukommen lassen, die in Balinger Geschäften eingesetzt werden können. Die BalingenCard – das „Kärtle fürs Städtle – trägt dazu bei, die Kaufkraft in Balingen selbst zu halten.
 

Matthias Miklautz

Matthias Miklautz

Unternehmensförderung & Standortpolitik, Standortagentur & Netzwerkbüro
IHK-Zentrale
Position: Leiter IHK-Geschäftsstelle Zollernalbkreis
Schwerpunkte: Regionalmanagement Zollernalbkreis, IHK-Gremium Zollernalbkreis: Geschäftsführung, Branchenbetreuung Tourismus, Unterrichtung für Aufsteller von Spielgeräten mit Gewinnmöglichkeiten
Telefon: 07121 201-265
E-Mail schreiben
vCard herunterladen
LinkedIn
Zur Detailseite