Exportkreditgarantien

Schnellere und einfachere Schadensabwicklung

Die Schadensregulierung bei den Exportkreditgarantien des Bundes soll nun schneller und einfacher laufen.

Schnellere und einfachere SchadensabwicklungFoto: sutlafk -stock.adobe.com

Keiner wünscht es und doch passiert es: Der Exporteur hat geliefert, doch der Besteller kann nicht zahlen. Es kommt zum Schadenfall. Das ist nicht nur ärgerlich. Gerade für kleinere und mittlere Unter­nehmen (KMU) kann ein Forderungsausfall sehr schnell existenzbedrohend sein. Wohl dem, der dann eine Exportkreditgarantie des Bundes hat. Genauso wichtig wie der staatliche Versicherungsschutz ist jedoch die schnelle und unbürokratische Schadenregulierung. Und hier hat der Bund jüngst eine deutliche Verbesse­rung vorgenommen.

Um die Schadenregulierung zu vereinfachen und zu beschleunigen, werden bei Schadenfällen im Sammel­deckungsbereich ab sofort die Beleg- und Nachweisanforderungen reduziert. Der Sammeldeckungsbereich umfasst die Ausfuhrpauschalgewährleistung (APG), die Ausfuhrpauschalgewährleistung-light (APG-light) sowie revolvierende Einzeldeckungen. In allen drei Bereichen reicht es künftig grundsätzlich aus, dass der Exporteur bei Schadenfällen bis zu 100.000 Euro Rechnungen und Inkassounterlagen einreicht. Die 100.000 Euro bemessen sich an der zur Entschädigung beantragten Forderung.

In Ausnahmefällen werden auch weiterhin Vollprüfungen vorgenommen. Zum Beispiel dann, wenn die vom Exporteur eingereichten Unterlagen nicht plausibel erscheinen. Auch Exporteure, die erstmals einen Scha­denantrag stellen bzw. deren letzter Schadenantrag mehr als fünf Jahre zurückliegt, werden einer Vollprü­fung unterzogen.

Von der neuen Regelung profitieren vor allem KMU, die häufig kleinvolumige Geschäfte gegen Forderungs­ausfälle mit Exportkreditgarantien des Bundes absichern. Das vereinfachte Entschädigungsverfahren ist für sie eine enorme Erleichterung.

Katrin Glaser

Katrin Glaser

International
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