IHK Reutlingen begrüßt 45.000. Mitglied
Roboter mit Feinmotorik
Foto: Trinkhaus„Sie bringen mit KI und Robotik Themen voran, die die Arbeitswelt verändern werden“, sagte IHK-Präsident Johannes Schwörer beim Treffen in der IHK Reutlingen. Dabei ist nicht die Rede davon, dass der Roboter von Polybot Menschen den Arbeitsplatz streitig machen wird. Im Gegenteil: Er wird dazu beitragen, die personelle Lücke zu füllen, die in den nächsten Jahren entstehen wird. „Um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken und die Resilienz zu verbessern, ist die Landwirtschaft darauf angewiesen, dass manche Arbeitsschritte künftig automatisiert erfolgen“, berichtet Martin Kiefel, einer der Gründer von Polybot. Das Start-up nimmt sich im ersten Schritt der Ernte von Tomaten an, weitere Obst- und Gemüsesorten, aber auch Vorgänge wie das Aussäen oder Jäten sollen folgen.
Umfeld für Robotik stimmt
„Aktuell entwickelt sich die Region zu einem guten Umfeld rund um humanoide Roboter“, berichtet Dr. Wolfgang Epp. Dafür sorgt die Kombination aus erfinderischen Gründerinnen und Gründern und der Forschung an den Hochschulen. Das wissen auch die Polybot-Macher zu schätzen: Sie sitzen im Moment im Ellis-Institut an der Universität Tübingen. „Der Austausch mit Gleichgesinnten sorgt für neuen Input – und wenn es nur durch die kurze Unterhaltung am Kaffeeautomaten ist“, sagt Mitgründerin Maike Kaufman.
Bereits Anfang kommenden Jahres soll der Roboter auf den Markt kommen. Herausforderungen gibt es für das siebenköpfige Polybot-Team noch einige. „Die IHK ist ein guter Sparringspartner“, so Epp. Sie verfügt über zahlreiche Kontakte in die noch junge Branche. Außerdem bietet sie klassische Angebote für Gründerinnen und Gründer. Neben simplen Fragen wie der Buchhaltung geht es auch um große Themen wie die Finanzierung. Gestartet ist Polybot mit einem Gründungszuschuss der Bundesagentur für Sprunginnovationen, die sowohl finanziell als auch inhaltlich unterstützt. Ergänzend dazu ist Polybot derzeit auf der Suche nach einem Risikokapitalgeber.
