Bauzeichner werden Bautechnische Konstrukteure
Neuordnung zum 1. August
Foto: PeopleImages/shutterstock.comOb Haus, Straße oder Brücke: Mit ihren Plänen und technischen Unterlagen legen Bauzeichnerinnen und Bauzeichner die Grundlagen für das Entstehen von Bauwerken aller Art. Ihr Ausbildungsberuf wurde zuletzt 2002 neu geordnet und basiert auf den damaligen Anforderungen an die Baubranche.
Gemeinsame Arbeit am 3D-Modell
In den vergangenen Jahren hat sich jedoch insbesondere durch die Einführung von Building Information Modeling (BIM) die Art und Weise, wie Bauprojekte geplant und umgesetzt werden, erheblich verändert. Dies hat einen direkten Einfluss auf das Berufsbild der Bauzeichnerin und des Bauzeichners: Die klassische sequenzielle Planung von Bauprojekten in verschiedenen Phasen weicht zunehmend einer kooperativen Zusammenarbeit aller Beteiligten an einem 3D-Modell. So können alle relevanten Aspekte eines Bauwerks – wie zum Beispiel Architektur, Heizung, Lüftung und Elektrik – in einem Modell erfasst und mögliche Probleme noch vor der Bauausführung erkannt werden.
Anpassung an neue Anforderungen
Die für die Zusammenarbeit notwendigen Kompetenzen wurden im Zuge der Neuordnung stärker in den Ausbildungsinhalten verankert und die Ausbildungsverordnung wurde insgesamt an die veränderten Anforderungen und Arbeitsweisen in der Baubranche angepasst. Zusätzlich wurde die Berufsbezeichnung von „Bau- zeichner/Bauzeichnerin“ in „Bautechnischer Konstrukteur/Bautech- nische Konstrukteurin“ geändert.
Darüber hinaus wurden aus den bisherigen Schwerpunkten der Ausbildung folgende Fachrichtungen: „Architektur“, „Ingenieurbau“ und „Tief-, Verkehrswege und Landschaftsbau“. Die Umbenennung der Fachrichtung „Tief-, Straßen- und Landschaftsbau“ in „Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau“ soll den Stellenwert der Verkehrswende im Berufsbild unterstreichen. Mehr Informationen gibt es auf der Website des Bundesinstituts für Berufsbildung.
Auch das ist neu
Ebenfalls mit Wirkung zum 1. August 2026 wurden in einem umfassenden Verfahren 19 Bauwirtschaftsberufe im Ausbau, Hoch- und Tiefbau modernisiert – darunter 16 dreijährige und 3 zweijährige Ausbildungen. Ganz neu eingeführt wurde wiederum die Ausbildung zu Kaufleuten für Mobilität und Verkehrsservice. Sie ersetzt die bisherigen Ausbildungsberufe Kaufmann/-frau für Verkehrsservice und Kaufmann/-frau im Eisenbahn- und Straßenverkehr. Der Ausbildungsberuf Tankwart/-in wurde abgeschafft.

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