IHK-Gremium Zollernalbkreis beschließt Schwerpunkte
Neue Impulse setzen

„Viele Themen sind bekannt, umso wichtiger ist es, neue Impulse zu setzen“, sagt Joachim Link. An erster Stelle der Agenda für die nächsten fünf Jahre steht die Infrastruktur mit Straße und Schiene, aber auch mit der Digitalisierung. Neben den Dauerprojekten auf der B27 und der B463 gerät zunehmend die sanierungsbedürftige Brücke bei Dürrwangen ins Blickfeld. Außerdem will sich das Gremium noch stärker für den Bürokratieabbau einsetzen. Wir müssen Prozesse verbessern und verschlanken und die Schnittstellen zwischen Unternehmen und den Behörden stärken, sagt Link. Außerdem will sich das Gremium für eine verbesserte Unternehmensnachfolge und Innenstadtentwicklung einsetzen.
Berufliche Bildung als Antwort
Aus den Reihen der Unternehmerinnen und Unternehmer wurde deutlich: Der Fachkräftemangel bleibt für sie eine der größten Herausforderungen. Das bestätigt ein Ergebnis der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage, die Matthias Miklautz, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Zollernalbkreis, vorstellte: Der Fachkräftemangel findet sich bei den Risiken, die die Unternehmen für ihren Betrieb sehen, auf Platz 4. Davor stehen nur die Inlandsnachfrage, die Arbeitskosten und die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Als Antwort darauf will das IHK-Gremium die Berufliche Bildung in den Fokus rücken. „Sie ist ein wichtiger Baustein, wenn es darum geht, Fachkräftenachwuchs für die Betriebe zu gewinnen“, so Link. Dafür will das IHK-Gremium zusammen mit dem Landratsamt und anderen Mitgliedern einen interdisziplinären Beirat bilden.
Landtagswahlen
Die Sitzung stand noch ganz unter dem Eindruck der Landtagswahlen und der Frage, was die Ergebnisse für die regionale Wirtschaft bedeuten. Zu Gast war Dr. Michael Alpert, Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags. „Bei diesem knappen Ergebnis werden beide Parteien die Inhalte des Koalitionsvertrages und die abschließende Besetzung der verschiedenen Posten beinhart verhandeln“, sagte Alpert. Für die Unternehmen im Land sei es jetzt wichtig, dass sie schnell zu einer Regierung finden, die die Wirtschaft in den Mittelpunkt rückt. Im Vorfeld der Wahl hatte die IHK Reutlingen Wahlprüfsteine verfasst und den Kandidatinnen und Kandidaten bei Podiumsdiskussionen zu wirtschaftlichen Themen auf den Zahn gefühlt.
Über das IHK-Gremium
Das IHK-Gremium Zollernalb ist das Sprachrohr der mittelständischen Wirtschaft im Zollernalbkreis. Impulse und Vorschläge des Gremiums fließen über das Präsidium und die Vollversammlung unmittelbar in die Arbeit der IHK Reutlingen ein.
