Regionale Bahnstrecken reaktivieren

Neue Chancen für alte Strecken

Das Land will stillgelegte Bahnstrecken reaktivieren. Sieben Strecken aus der Region könnten profitieren. „Das ist ein gutes Signal für die Stärkung des ÖPNVs“, sagt Verkehrsexperte Thorsten Schwäger.

Neue Chancen für alte StreckenFoto: ArTo-Fotolia.com

Die IHK ist grundsätzlich für die Reaktivierung von Bahnstrecken, um einzelne Standorte besser anzubinden und sie auch für Firmen wie Pendler attraktiver zu machen. Bund und Land wollen das außerdem sehr hoch fördern. Der Bund fördert die Baukosten für Reaktivierungsvorhaben mit bis zu 90 Prozent. Das Land beteiligt sich an den verbleibenden Kosten, so dass Streckenreaktivierungen mit bis zu 96 Prozent der Baukosten gefördert werden können. Das Land fördert zudem bis Ende 2023 Machbarkeitsstudien mit bis zu 75 Prozent. „Dort, wo Strecken ernsthaft befahren werden sollen, muss schnell gehandelt werden, um sich Fördermittel zu sichern“, so Schwäger.

Hintergrund: Die Strecken stehen auf der Landesliste
Ein sehr hohes Nachfragepotenzial von mehr als 1.500 Fahrgästen pro Schultag erwartet das Gutachten im Auftrag des Landes für die Echaztalbahn zwischen Reutlingen und Engstingen sowie für die Strecke zwischen Reutlingen und Nehren-Süd. Auf den Strecken Balingen-Rottweil sowie Albstadt-Ebingen nach Albstadt-Onstmettingen wird ein hohes Fahrgastaufkommen von 750 bis 1.500 Fahrgästen pro Schultag prognostiziert. Mittlere Nachfragepotenzial, 500 bis 750 Fahrgästen je Schultag, sieht das Landesgutachten auf den Strecken Engstingen-Schelklingen, Engstingen-Gammertingen und Eyach-Hechingen. Weniger als 500 Fahrgäste je Schultag erwartet das Gutachten auf der Strecker Balingen-Schömberg. Für diese würde sich ein tägliches Angebot im Stundentakt nach den vorliegenden Kenntnissen nicht lohnen.

Thorsten Schwäger

Thorsten Schwäger

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