IHK zu den Bauplänen an der B 312 Richtung Stuttgart

Neue Brücken sollten schneller kommen

Die IHK Reutlingen begrüßt, dass die Aichtalbrücke und das Ermstalviadukt an der B 312 in einer Baumaßnahme neu errichtet werden sollen. Die Ersatzbauwerke sollten allerdings nicht erst 2029 begonnen werden.

Neue Brücken sollten schneller kommenFoto: Luis Viegas/shutterstock.com

Das federführende Regierungspräsidium Stuttgart teilte gestern mit, dass beide Brücken absehbar erneuert werden müssen. Beide gehören zum Brückenersatzprogramm des Landes. Vorgesehen ist, dass die Brücken jeweils an gleicher Stelle neu errichtet werden. Für den gemeinsamen Bau sind nach aktuellem Stand laut Regierungspräsidium 14 Monate veranschlagt. Der Bau soll in der zweiten Hälfte 2029 starten. In dieser Zeit wäre die B 312 aus der Region in Richtung Stuttgart voll gesperrt. Großräumige Umleitungsverkehre sind grundsätzlich geplant und werden derzeit noch im Detail erarbeitet. Davon wäre auch der nördliche Teil der Region Neckar-Alb betroffen.

Bisher war das Regierungspräsidium Stuttgart davon ausgegangen, dass nur die Aichtalbrücke neu gebaut werden müsse. Deren Erstellung hätte 2028 begonnen werden können. Da das Ermstalviadukt planerisch noch nicht so weit ist, steht derzeit die zweite Jahreshälfte 2029 als Starttermin im Raum. „Aus unserer Sicht muss alles dafür getan werden, den Bautermin schneller umzusetzen“, sagt IHK-Verkehrsexperte Thorsten Schwäger. Zum einen ist nicht absehbar, ob die Aichtalbrücke wirklich noch drei weitere Jahre nutzbar ist. Zum anderen würde der Baustart 2029 voraussichtlich mit dem Bau der Regionalstadtbahn in Reutlingen kollidieren.

Beide Brücken dringend nötig 
Zum kompletten Neubau der beiden Brücken ohne ein Ersatzbauwerk besteht aus IHK-Sicht fachplanerisch keine Alternative. Weil die Brücken an gleicher Stelle neu entstehen, kann auf ein umfassendes Planfeststellungsverfahren verzichtet werden. „Sonst bekommen wir die neuen Brücken erst in vielen Jahren, wenn die alten Bauwerke denn so lange durchhalten“, so Schwäger. Es sollte für die Phase des Neubaus allerdings dringend im Vorfeld geprüft werden, inwieweit durch Beschleunigungen und zusätzliche Bauschichten weitere Zeit gespart werden kann. 

Thorsten Schwäger

Thorsten Schwäger

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