Girls‘ Day bei der IHK Reutlingen
Mut zur Führung fördern

„Mir ist es wichtig, jungen Menschen die Vielfalt an Möglichkeiten aufzuzeigen, die mit einem eigenen Unternehmen verbunden sind“, erklärt Anna Mylona, Nachfolgerin bei der MF Gast GmbH, ihr Engagement. Gemeinsam mit Corinna Lettmann, Geschäftsführerin der Schöpfer GmbH, arbeitete sie im Workshop „Ich als Chefin!“ die Führungseigenschaften der Teilnehmerinnen heraus. Aline Schmidt, Geschäftsführerin der CreactivConcept GmbH, und Pia Maihofer, geschäftsführende Gesellschafterin der M.A.T.C.H.-Vertriebsmarketing GbR, gingen gemeinsam mit den Jugendlichen der Frage nach, was eine gute Chefin überhaupt ausmacht.
Mehr Frauen in Führungsetagen bringen
Im Jahr 2025 lag der Anteil an Frauen in der Unternehmensführung in der Region bei 29 Prozent, bei den Gründungen entfielen 35 Prozent auf Frauen. „Das ist eine gute Basis, aber wir haben noch Luft nach oben“, sagt Sabine Bahnmüller, die den Girls‘ Day bei der IHK Reutlingen organisiert hat. Die IHK Reutlingen rückte deshalb die Selbstständigkeit von Frauen in den Mittelpunkt. „Die Option, ein eigenes Unternehmen zu führen, läuft gerade bei der Berufsorientierung an Schulen oft unter dem Radar. Die Schülerinnen lernen alle möglichen Berufe kennen – „Chefin“ ist da selten dabei“, berichtet Bahnmüller.
IHK ist an Schulen aktiv
Das Programm des Girls‘ Days fügt sich in die Aktivitäten der IHK Reutlingen zum Thema Selbstständigkeit ein. Im Rahmen des Projekts „Unternehmertum an Schulen“ vermittelt sie Jugendlichen praxisnah, wie Selbstständigkeit funktioniert – beispielsweise in Gründungsworkshops oder bei der Bewertung eigener Schülerfirmen. Bereits rund 300 Jugendliche haben die Angebote genutzt und erste Einblicke in unternehmerisches Denken gewonnen. Ziel ist es, junge Menschen für das Thema Unternehmensgründung zu begeistern und den Generationenwechsel in der regionalen Wirtschaft aktiv zu fördern. Das Projekt wird vom IHK-Förderkreis Standortmarketing unterstützt, in dem sich Betriebe aus der Region für den Standort Neckar-Alb stark machen.
