"Neckar-Alb in Zahlen"

Mehr Geburten und weitere positive Nachrichten

Geburtenüberschuss, historisch niedrige Arbeitslosigkeit und deutlich mehr Gewerbeanmeldungen als -abmeldungen: Die neue Ausgabe von „Neckar-Alb in Zahlen“ hält viele positive Nachrichten bereit. Die Statistik-Broschüre wurde von der IHK soeben frisch zusammengestellt.

Mehr Geburten und weitere positive NachrichtenFoto: Vasilyev Alexandr/shutterstock.com

Für die neueste Auflage des Nachschlagewerks hat die IHK Reutlingen die wichtigsten Struktur- und Wirtschaftsdaten der Region Neckar-Alb in Form von 32 Tabellen und 24 Grafiken aufbereitet. „Wir wollen Unternehmern und politischen Entscheidungsträgern damit ein Fundament für Entscheidungen an die Hand geben“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. Mit dabei sind etwa Zahlen zur regionalen Bevölkerungsentwicklung: Erstmals seit 2008 wuchs die Bevölkerung in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb im Jahr 2016 wieder auf natürliche Weise, da die Anzahl der Geburten die Anzahl der Sterbefälle um 72 übertraf. Von 2011 bis heute ist die Zahl der Neugeborenen in der Region um 22,4 Prozent gestiegen.

Arbeitslosigkeit unter dem Landesschnitt
Der Arbeitsmarkt der Region, auch das zeigt „Neckar-Alb in Zahlen“, entwickelt sich weiterhin positiv. Mit einer historisch niedrigen Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent liegt Neckar-Alb sogar leicht unter dem baden-württembergischen Landesschnitt (3,4 Prozent). „Die Unternehmen stellen weiter Mitarbeiter ein und schauen positiv in die Zukunft, wie auch der IHK-Konjunkturklimaindex zeigt“, sagt Antonia Hettinger, Projektmanagerin für Volkswirtschaft und Fachkräftesicherung bei der IHK.

Erfreulich: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wächst nicht nur in der Dienstleistungsbranche (+13 Prozent seit 2013), sondern auch im produzierenden Gewerbe (+11 Prozent seit 2013). Dabei steigt auch die Frauenbeschäftigungsquote: 56,2 Prozent aller erwerbsfähigen Frauen in der Region arbeiten; das sind zehn Prozentpunkte mehr als noch vor vier Jahren. Ebenfalls positiv: 2017 überstieg die Zahl der Gewerbeanmeldungen in Neckar-Alb die Zahl der Gewerbeabmeldungen um 354. Das ist der beste Wert seit 2011. 

Luft nach oben
Neben vielen positiven Nachrichten zeigt „Neckar-Alb in Zahlen“ jedoch auch, in welchen Bereichen die Region noch Nachholbedarf hat – etwa bei der Entwicklung der Bruttowertschöpfung, bei den hohen Auspendlerzahlen und bei der langfristigen Ansiedlung junger Menschen. 54 Prozent der Einwohner in Neckar-Alb sind über 40 Jahre alt, 1999 waren es nur 46 Prozent. Das Wachstum der regionalen Bruttowertschöpfung (Zeitraum 2014 bis 2015) liegt mit einem Wert von 3,5 Prozent deutlich unter dem Landesschnitt (5,3 Prozent). Bei den Berufspendlern pendeln täglich mehr Arbeitnehmer aus Neckar-Alb hinaus als hinein. „Diese Zahlen zeigen: Wir müssen noch mehr dafür tun, dass die Region als attraktiver Wohn- und Arbeitsort wahrgenommen wird“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. „Deshalb machen wir uns unter anderem für den Breitbandausbau, die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und die Förderung von Innovation und Wissenschaft stark.“ In diesem Herbst veröffentlicht die IHK zwei Studien, die sich näher mit den Themen Demografie und Wohnraum in der Region beschäftigen.

Hintergrund
„Neckar-Alb in Zahlen“ erscheint alle zwei Jahre. Neben Daten und Grafiken zu Fläche, Bevölkerung, Wirtschaftsstruktur, Verkehr und Bildung enthält die Publikation auch volkswirtschaftliche Kennzahlen, etwa zur Bruttowertschöpfung oder zur Kaufkraft. Sofern vorhanden, werden den Zahlen für die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb jeweils die Werte des Landes Baden-Württemberg gegenübergestellt.

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Weitere Zahlen und Fakten zur Region Neckar-Alb

Antonia Hettinger

Antonia Hettinger

Hauptgeschäftsführung
IHK-Zentrale
Position: Leiterin Volkswirtschaft & regionale Wirtschaftspolitik
Schwerpunkte: Volkswirtschaft und regionale Wirtschaftspolitik, Gesundheitswirtschaft, IHK-Netzwerk Bau- und Immobilienwirtschaft, IHK-Netzwerk Projektmanagement
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